Sanierungsarbeiten unterbrochen

Eselsweg am Drachenfels bleibt länger gesperrt

Luftiger Arbeitsplatz: 220 Tonnen Material sind rund um Königswinters markanten Felsen verbaut worden, rund 53 Meter ragt das weithin sichtbare Stahlkonstrukt auf mehr als 20 Etagen in die Höhe, die über mal mehr, mal weniger schmale Treppen miteinander verbunden sind.

Der luftige Arbeitsplatz im vergangenen Herbst: 220 Tonnen Material sind rund um Königswinters markanten Felsen verbaut worden, rund 53 Meter ragt das weithin sichtbare Stahlkonstrukt auf mehr als 20 Etagen in die Höhe, die über mal mehr, mal weniger schmale Treppen miteinander verbunden sind.

26.12.2018 Siebengebirge. Zuletzt hatte die Bezirksregierung gehofft, die Sanierung am Drachenfels bis Frühjahr 2019 abschließen zu können. Nun aber sollen die Arbeiten noch länger andauern.

Der wegen Steinschlaggefahr gesperrte Eselsweg am Drachenfels kann frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 wieder für Wanderer geöffnet werden. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten an dem Felsmassiv bei Königswinter seien derzeit wegen der Witterung unterbrochen, teilte eine Sprecherin der Kölner Bezirksregierung auf dpa-Anfrage mit. Für die noch ausstehenden Beton- und Zementarbeiten müssten die Temperaturen bei konstant über fünf Grad Celsius liegen. Nach Schätzung der Behörde werden die Arbeiten nicht vor Mitte des Jahres fertig sein.

Wie berichtet, hatte Anfang 2017 der Geologische Dienst bei seinen routinemäßigen Messungen festgestellt, dass einige der Anker, die in den 1970er Jahren als Stützen in der Bergspitze verbaut wurden, an ihrer Belastungsgrenze sind. Zudem hatte sich herausgestellt, dass eine Felsnase unterhalb der Ruine derart rissig und zerklüftet ist, dass Steinschlag drohte. Die Konsequenz: Der Obere Eselsweg wurde erneut für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die Freigabe verzögerte sich immer weiter, da die Sanierungsarbeiten an dem maroden Felsen länger dauerten als gedacht. Denn unter dem dichten Pflanzenbewuchs kamen ständig neue Klüfte und Risse zum Vorschein, die sich im Laufe der Jahrzehnte gebildet hatten. Die Sicherungsarbeiten sollen verhindern, dass der Drachenfels auseinanderbricht.

Bislang haben Arbeiter unter anderem rund 200 Felsnägel - jeweils sechs Meter lang - in den Stein getrieben und zahlreiche Klüfte mit Beton verschlossen. Auch die herausragende Felsnase ist nach Angaben der Bezirksregierung bereits mit Nägeln gesichert, demnächst soll noch ein Netz angebracht werden. (dpa/ga)