Langjähriges Projekt

Erster Schritt zur Bahnunterführung in Königswinter

Die Tage des Schrankenwärterhäuschens sind gezählt.

Die Tage des Schrankenwärterhäuschens sind gezählt.

Königswinter. Nach langer Zeit zeichnet sich die Realisierung der Bahnunterführung in Königswinter nun langsam ab. Zunächst soll im Sommer das Postengebäude abgerissen werden. So sieht die weitere Planung aus.

Seit Jahrzehnten warten die Königswinterer auf den Bau der Bahnunterführung an der Drachenfelsstraße, die die Zweiteilung der Altstadt und alle damit verbundenen Probleme beseitigen soll. Ab Juni wird nun als erster Schritt eines mehrjährigen Prozesses die Technik des heutigen Bahnübergangs erneuert, der später ganz verschwinden soll. Baubeginn für die Bahnunterführung soll im Juni 2021 sein. Im Dezember 2023 könnte das Bauwerk zusammen mit der parallel zur Bahn verlaufenden Ersatzstraße in Betrieb gehen.

„Die Realisierung der Bahnunterführung zeichnet sich sehr langsam ab“, informierte Albert Koch, Geschäftsbereichsleiter Ver- und Entsorgung bei der Stadt Königswinter, in dieser Woche sowohl den Bau- und Verkehrsausschuss als auch den Planungs- und Umweltausschuss. Vom 25. Juni bis zum 10. September dieses Jahres wird demnach die Technik des Bahnübergangs erneuert. Dazu wird die Steuerung der beiden Übergänge Drachenfelsstraße und Küferweg, die bisher vom alten Postengebäude an der Drachenfelsstraße aus vorgenommen wurde, stillgelegt und durch neue Technik ersetzt, die vom Stellwerk in Troisdorf aus bedient wird.

Bahnübergang während Arbeiten für Verkehr gesperrt

Der Bahnübergang Drachenfelsstraße muss während der Bauarbeiten für den Verkehr gesperrt werden. Für Fußgänger wird daher vorher parallel ein provisorischer, beschrankter und 4,50 Meter breiter Übergang eingerichtet, der nach der Erneuerung der Technik wieder entfernt wird. Das alte Postengebäude wird anschließend abgerissen. Der Bahnübergang Küferweg entfällt ebenfalls. Dafür wird ein Fußweg entlang der Bahntrasse zwischen dem Küferweg und der Drachenfelsstraße geschaffen.

Mehr noch als die aktuelle Baumaßnahme interessierte die Kommunalpolitiker in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses die Zeitachse bis zur Fertigstellung der Bahnunterführung. Zurzeit geht die Verwaltung von folgenden Abschnitten aus:

  • März 2019: Erstellung der Ausführungsplanung und der Vergabeunterlagen.
  • Juli 2020: Abschluss der Eisenbahnkreuzungsvereinbarung.
  • Juni 2021: Baubeginn.
  • Dezember 2023: Inbetriebnahme der Bahnunterführung und der Ersatzstraße zwischen der Straße „An der Helte“ und der Drachenfelsstraße.
  • Mai 2024: Abschluss aller baulichen Maßnahmen.

Zeitplanung nicht neu

Die Präsentation einer Zeitplanung ist bei diesem Thema übrigens nichts Neues. Im Jahr 2006 hatte es geheißen, dass zwischen 2011 und 2014 gebaut werden sollte. 2014 ging man dann von einem Baubeginn im Jahr 2014 aus. Im Jahr 2015 erwartete man schließlich, dass die Bauarbeiten 2018 beginnen und 2019 abgeschlossen würden. „Ich glaube es erst, wenn ich es sehe“, sagte denn auch ein Mitglied des Planungs- und Umweltausschusses.