Königswinter - Cognac

Elf Läufer machten sich Freitagmorgen auf den Weg in die Partnerstadt

Startläufer Constantin Ulrich geht gestern Morgen vor Haus Bachem auf die lange Reise nach Cognac. Seine Teamkollegen verabschieden ihn mit der Welle.

KÖNIGSWINTER. Hektische Betriebsamkeit herrschte vor Haus Bachem. Mit wenigen Minuten Verspätung - der Liveschaltung von Radio Bonn/Rhein-Sieg geschuldet - starteten elf Läufer in die französische Partnerstadt Cognac. Dort wollen sie, wenn alles gut läuft, am Mittwoch ankommen.

Die Läufer, darunter fünf aus Königswinter, bilden drei Staffeln aus jeweils drei bis vier Sportlern, die jeweils für sechs Stunden auf die Strecke gehen und danach zwölf Stunden zum Erholen, Essen und Schlafen haben. Dabei tragen sie einen Staffelstab in den französischen Nationalfarben mit zwei Briefen von Bürgermeister Peter Wirtz an seinen französischen Amtskollegen Michel Gourinchas und vom Partnerschaftsverein Königswinter-Cognac an die französischen Freunde mit sich.

Den Brief des Partnerschaftsvereins gab dessen Vorsitzender Karsten Hinrichs mit auf die Reise. In Cognac ist ein Empfang durch den Bürgermeister geplant. Auch der Partnerschaftsverein und der örtliche Leichtathletikverein wollen dabei sein. Die Strecke hat Frank Hülsemann geplant. Der Kölner lief vor einigen Jahren bereits gemeinsam mit Hermann Ulrich den Inka Trail in Südamerika.

Der Kurs nach Cognac ist rund 1300 Kilometer lang und somit 400 Kilometer länger als die Straßenroute. "Wir wollten nicht auf den Hauptstraßen laufen, sondern auf Wanderwegen. In Frankreich geht es größtenteils über Jakobswege", sagt Hülsemann. Startläufer war Constantin Ulrich, der die erste Etappe bis nach Wachtberg-Pech lief mit einem kurzen Zwischenstopp auf der Dollendorfer Fähre.

Stephan Schulte, der die Idee hatte, war zwar am Start dabei, konnte aber zu seinem Bedauern nicht mitlaufen. Der Familienurlaub geht in diesem Jahr vor.

Die Läufer: Alrun Speicher, Constantin Ulrich, Julius Ulrich, Hermann Ulrich, Thomas Mauel (alle Königswinter), Volker Brusius (Bad Honnef), Joe Körbs (Bonn), Frank Hülsemann (Köln), Klaus Eistert, Thomas Schertel und Bernhard Pfeifer