B42 wird ab Ostern einspurig

Drachenbrücke wird für ein Jahr zum Nadelöhr

Nur noch eine Fahrspur wird den Autofahrern auf der B 42 in den kommenden Monaten zur Verfügung stehen.

Nur noch eine Fahrspur wird den Autofahrern auf der B 42 in den kommenden Monaten zur Verfügung stehen.

Siebengebirge. Spätestens nach Ostern wird die B42 auf der Drachenbrücke in beide Fahrtrichtungen einspurig, weil die marode Brücke entlastet werden muss. Für die täglich rund 27.000 Fahrzeuge wird es keine eigene Umleitung geben.

Jetzt ist es amtlich: Spätestens nach den Osterferien wird den Autofahrern auf der B42 bei Königswinter je Fahrtrichtung nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Das teilte am Montagnachmittag der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW mit Sitz in Köln mit. Hintergrund ist, dass die sogenannte Drachenbrücke kurzfristig verstärkt und saniert werden muss.

Wie Sabrina Kieback, Pressesprecherin des Landesbetriebs, mitteilte, hatten Berechnungen nach den neuesten Richtlinien „starke statische Defizite“ der insgesamt 650 Meter langen Brücke oberhalb der Königswinterer Altstadt ergeben. Aufgrund der speziellen Konstruktion der Hochstraßenbrücke könnten die Traggerüste sehr plötzlich brechen, sodass eine umgehende Verstärkung und Sanierung erforderlich sei.

Sanierung dauert bis zu einem Jahr

Die Berechnungen gehen zurück auf die seit 2011 geltende sogenannte Nachrechnungsrichtlinie. Sie gilt im Rahmen der Bauwerkserhaltung für die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit bestehender Straßenbrücken, die nicht nach aktuell geltender Norm geplant und errichtet wurden, und soll sicherstellen, dass die Brücken etwa dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen standhalten. Die Drachenbrücke in Königswinter wurde im Jahr 1962 fertiggestellt.

Die Sanierungsarbeiten sollen gleichwohl erst im kommenden Jahr beginnen, zeitgleich mit den Arbeiten an den beiden Tunneln auf der Bundesstraße 42 zwischen Dollendorf und Bonn. Auch in diesem Abschnitt stehe dann in jede Richtung nur noch ein Fahrstreifen für den Straßenverkehr zur Verfügung. Insgesamt, so Kieback weiter, seien für die Arbeiten an der Drachenbrücke neun bis zwölf Monate einkalkuliert.

Keine geeigneten Alternativstrecken

Da es zudem keine geeigneten Alternativstrecken im benachbarten Siebengebirge beziehungsweise über den Rhein gebe, werde während der Sanierung keine eigene Umleitung für die rund 27.000 Fahrzeuge, die pro Tag auf der Strecke unterwegs sind, ausgeschildert. Die Entlastung der Brücke sei vor allem erforderlich, da auch mehr als 800 Lastwagen jeden Tag die Strecke entlang des Rheins nutzen müssten. Vor allem für sie gebe es keine alternativen Strecken durch das ländliche Umland.

Bereits seit Herbst des vergangenen Jahres ist die B42 zwischen der Auffahrt Rhöndorf und dem Beginn der Drachenbrücke nur einspurig befahrbar, da in der Kurve ein Hang abzurutschen drohte. Erfahrungen damit, dass es auf der Drachenbrücke eng werden kann, hatten die Autofahrer bereits vor zwölf Jahren machen „dürfen“: 2005 und 2006 wurden die Drachenbrücke und die Nachtigallenbrücke aufgrund ihres hohen Alters saniert. Auch in dieser Zeit wurde der Verkehr einspurig geführt.