Drachenfelsbahn in Königswinter

Der Neubau verzögert sich

Das Frühjahr 2016, das auf dem Schild als Termin für den Baubeginn angegeben ist, ist lange vorbei. Wann gebaut wird, ist völlig offen.

Das Frühjahr 2016, das auf dem Schild als Termin für den Baubeginn angegeben ist, ist lange vorbei. Wann gebaut wird, ist völlig offen.

Königswinter. Eigentlich sollte der Bau des Verwaltungsgebäudes der Drachenfelsbahn mit angeschlossener Gastronomie im Frühjahr 2016 beginnen. Doch bis heute ist nichts von Bauarbeiten zu sehen.

Das Schild am Ende der Drachenfelsstraße ist nicht zu übersehen. Dort, wo die Bergbahnen im Siebengebirge als Eigentümer vor einem Jahr die Fassade der ehemaligen Bergterrassen abreißen ließen, ist seit einigen Monaten zu lesen, dass an dieser Stelle das neue Verwaltungsgebäude der Drachenfelsbahn mit angeschlossener Gastronomie entstehen soll. Visualisierungen zeigen, wie das neue Schmuckstück am Eingang zum Siebengebirge später einmal aussehen soll. Als Baubeginn wird das Frühjahr 2016 angegeben.

Mittlerweile neigt sich das Jahr dem Herbst entgegen, doch eine Bautätigkeit ist noch immer nicht festzustellen. Die Planungen sind ins Stocken geraten. Dabei sind alle Genehmigungen für den Bau nach dem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Hannes Ehehalt vorhanden. „Es liegt nur noch an den Bergbahnen. Es war ein hehrer Wunsch, in diesem Frühjahr anzufangen. Wir sind noch in den Überlegungen“, sagt deren Direktor Klaus Hacker.

Deutlicher wird Dieter Streve-Mülhens, der zu zwei Dritteln Gesellschafter und auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahnen ist. „Das wird ein optischer Pluspunkt“, hatte er vor einem Jahr noch in einem Interview mit dem General-Anzeiger angekündigt. Gastronomie im Erdgeschoss, Direktion und Verwaltung der Drachenfelsbahn im ersten Obergeschoss, Büros in der zweiten Etage. Der Neubau soll über eine gläserne Brücke mit der benachbarten Talstation verbunden werden.

Inzwischen sei dem Aufsichtsrat, dem neben Streve-Mülhens seine Tochter Fiona Achenbach und der frühere Bürgermeister Herbert Krämer angehören, bewusst geworden, dass vis-à-vis vom geplanten Neubau an der Winzerstraße 2 in den kommenden Jahren eine Großbaustelle entstehen wird. Nach derzeitigem Stand beabsichtigt die Bahn, in den Jahren 2019/2020 endlich den seit Jahrzehnten geplanten Bau einer Fußgänger- und Radfahrerunterführung mit barrierefreiem Aufgangsbauwerk zu realisieren – in Verbindung mit der Schließung des Bahnübergangs Drachenfelsstraße.

Auch das großflächige Bobby- und Rheingold-Gelände wird in diesem Zuge neu bebaut – wie, ist noch offen. „Wir würden das Restaurant ja in eine dreijährige Baustelle bauen. Was ist, wenn der Gastronom in dieser Zeit pleitegeht?“, fragt Dieter Streve-Mülhens. Man sei daher zurzeit in intensiven Überlegungen, das Nutzungskonzept des Gebäudes zu verändern. Für die Gastronomie denkt man sogar über einen ganz anderen Standort nach. „Wir prüfen zurzeit in Gesprächen mit einem interessierten Gastronomen, ob wir nicht unser altes Verwaltungsgebäude durch einen Neubau ersetzen. Dort wäre auch eine größere Außengastronomie möglich“, so Streve-Mülhens.

Dazu müssten aber auch noch Grundstücks- und Planungsfragen geklärt werden. Man sei da noch in einem sehr frühen Stadium der Überlegungen. „Wir wollen etwas Schönes und Attraktives mit einer hohen gastronomischen Qualität bauen. Das wird keine Würstchenbude“, verspricht er. Wann die Pläne realisiert werden sollen, ist noch völlig offen. Es ist aber in jedem Fall damit zu rechnen, dass beide Bauvorhaben noch eine Weile auf sich warten lassen werden: „Ich werde mich nicht mehr zu einem Termin äußern“, sagt Hacker.