Jugenddorf-Christophorusschule

CJD Königswinter feiert Geburtstag

Wenn Lehrer Schüler spielen: Mit einem Bühnensketch trug das CJD-Kollegium zum Festprogramm bei.

Wenn Lehrer Schüler spielen: Mit einem Bühnensketch trug das CJD-Kollegium zum Festprogramm bei.

KÖNIGSWINTER. Mit einem dreistündigen Festakt hat die Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Schulkampf war der Gründung vorausgegangen.

In Klasse 5 sind sie noch brav: „Herr Heimbach, wir wünschen Ihnen einen schönen guten Morgen!“ In der achten und der zwölften Klasse hat es der Lehrer nicht mehr so leicht mit seinen Schülern, die sich auf den Bänken fläzen, dazwischenrufen oder zu spät zum Unterricht kommen. „Manchmal möchte ich auf einer einsamen Insel sein“, stöhnt Christoph Heimbach.

Einfach köstlich, wie die Lehrer des CJD-Kollegiums auf der Bühne Schule spielten. Ihr Sketch war Teil des fast dreistündigen Festakts zum 25-jährigen Jubiläum der Christophorusschule Königswinter.

Mit einer Andacht startete die Festversammlung. Pfarrerin Pia Haase-Schlie: „Alle, die hier arbeiten – Ihr macht einen tollen Beruf, folgt Eurer Berufung.“ Verbundleiter Reinhard Koglin, Realschulleiter Andreas Breitenstein und der Leiter des Gymnasiums, Wilhelm Meyer, begrüßten die Gäste und freuten sich, viele Eltern, Schüler und alte Weggefährten zu sehen.

So wie den ehemaligen Jugenddorf- und Schulleiter Hans-Joachim Gardyan, der berichtete, wie alles begann. Und auch an den Schulkampf erinnerte, der mit der CJD-Gründung in Königswinter einherging. Eine zum zwanzigsten Geburtstag erstellte Festschrift zum Nachlesen lag für die Gäste bereit.

"Wir fördern die Neugier"

Die Festrede hielt CJD-Vorstandssprecher Pfarrer Matthias Dargel. „Wir wissen nicht, was in der Zukunft sein wird“, sagte er. „Wir fördern aber die Neugier, das ist das Wichtigste, was wir brauchen. Und wir eröffnen Wege zum Lernen.“ Dabei nannte er sieben wichtige Aspekte – von differenzierten Bildungsgängen über Qualitätsmanagement, Transparenz und Einbindung der Eltern bis zu pädagogischen, technischen und inhaltlichen Innovationen. „Wir haben ein tolles Team. Herzlichen Dank für die ersten 25 Jahre.“

Vizelandrätin Notburga Kunert meinte: „Wir sind stolz, im Rhein-Sieg-Kreis solch eine Schule zu haben.“ Bürgermeister Peter Wirtz hatte seine Kinder auf dem CJD. „Aus dem Nichts hat sich eine Institution breitgemacht. Nach und nach wurde es ein großer Campus, wo Schule gelebt werden kann, eine offene Ganztagsschule entstand. Das CJD hat einen Kindergarten übernommen.

Das CJD ist aus den Köpfen der Menschen hier nicht wegzudenken.“ Schulpflegschaftsvorsitzende Sigrid Gerken zeigte mit einer Fotoschau, „wie vielfältig diese Schule ist“. Und die Schüler Nikita Grünwald und Eric Sommer betonten: „Das CJD ist mehr als nur eine Schule, es ist gelebtes, modernes Christentum. Das CJD ist ein Dorf, ist unser Dorf!“

Schüler Sinan Tasci interviewte auf der Bühne Klassenkameradin Elisabeth Hertrampf, die 2017er Abiturientin Alison Wiesehahn, Lehrer Florian Striewe, Realschullehrer Manuel Carminia, der 2002 am CJD sein Abi machte, und Sandra Mäschig aus dem ersten Abijahrgang 1995. Auch in dieser Talkshow wurde deutlich, wie sehr sich das CJD entwickelt hat – mit Realschule und Gymnasium, mit Internat und mit heute 1400 Schülern sowie einer Hochbegabtenförderung, die bei der Gründung ein Alleinstellungsmerkmal war.