Neuer Pavillon auf dem Petersberg

Busshuttle bringt Gäste auf den Petersberg

Zum Wohl: Landrat Sebastian Schuster (4.v.l.) zapfte das erste Bier, mit dem die Gäste auf das neue Einkehrhäuschen anprosteten.

Zum Wohl: Landrat Sebastian Schuster (4.v.l.) zapfte das erste Bier, mit dem die Gäste auf das neue Einkehrhäuschen anprosteten.

Königswinter. Ein neuer Pavillon auf dem Petersberg bietet den Besuchern eine Auswahl an Speisen und Getränken. Während der Sommersaison bringt ein Shuttlebus an den Wochenenden und Feiertagen Tagesausflügler hoch auf das Plateau.

Die Unkeler Ratsherren kamen im Gehrock und Zylinder und heizten dem Publikum ordentlich ein. Wer den neuen Biergarten auf der nördlichen Rheinterrasse des Steigenberger Grandhotels Petersberg besucht, muss jedoch nicht in feinen Zwirn gekleidet sein.

Gerade Wanderern, Radfahrern und Wochenendausflüglern soll er eine weitere Einkehrmöglichkeit im Siebengebirge bieten. Der Pavillon, der an die typischen Trink- und Einkehrhäuschen im Rheinland vor 100 Jahren erinnert, ist in seinem Inneren jedoch hochmodern und hat sogar die eigene Küche an Bord.

Hier kann sich der Gast bei schönem Wetter täglich von 11 bis 20 Uhr in Selbstbedienung mit den Speisen und Getränken seiner Wahl versorgen – vom Eintopf über Schweinebraten bis hin zum Wiener Würstchen „auf die Hand“.

„Wir möchten alle Menschen aus der Region auf den Petersberg einladen, jedermann ist willkommen. Das ehemalige Gästehaus wird noch mehr zu einem offenen Ort. Wir wollen Hemmschwellen abbauen“, sagte Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BlmA), der Eigentümerin und Bauherrin, bei der Eröffnung am Samstag.

An der nahmen auch viele Politiker aus der Region teil, darunter Ehrenlandrat Franz Möller mit seiner Frau Ilse, der entscheidenden Anteil daran hatte, dass das Hotel auf dem Petersberg vom Bund erworben und zum Gästehaus umgebaut wurde, Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz und Bad Honnefs Vizebürgermeister Klaus Munk.

Axel Kunze: „Diese Anlage ist ein erstes sichtbares Zeichen unserer Investitionsmaßnahmen. Wir arbeiten mit Hochdruck.“ So haben im Musterzimmer erste Besichtigungen stattgefunden. Ende des Sommers wird die Südküche fertig sein, in der während des Umbaus gekocht wird.

Landrat Sebastian Schuster war für den Fassanstich zuständig. „Ich erkläre den herrlichen Biergarten für eröffnet!“ Und er fügte an: „Der Petersberg als Geburtsstätte der Bundesrepublik ist wichtig für die Region. Die Eröffnung des Pavillons heute ist wie ein Startschuss für die Baumaßnahmen, für die der Bund dankenswerterweise 35 Millionen Euro zur Verfügung stellt.“

Hoteldirektor Michael Kain fragte angesichts der spektakulären Aussicht ins Rheintal die Festgäste: „Wo kann man schöner sitzen als hier?“ Der Pavillon ist so konstruiert, dass er sich verträglich in den Naturpark Siebengebirge einfügt. So ist etwa das Flachdach begrünt. Einige Gestaltungselemente erinnern an das Einkehr- und das Milchhäuschen. In Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Architekturbüro Meyer-Schmitz-Morkramer wurde bei der Gestaltung des Gartens der Lage im Naturschutzgebiet Rechnung getragen.

Mit der Eröffnung fiel auch der Startschuss für den Petersberg-Shuttle. Während der Sommersaison bringt diese Buslinie an den Wochenenden und Feiertagen Tagesausflügler hoch zum Petersberg. Wer ein kühles Bier in dem neuen Ausflugsziel genießen möchte, muss also nicht zwingend zu Fuß gehen oder mit dem Auto hochfahren. Das Busticket ist mit einem Verzehrbon gekoppelt. Auch dies ein Anreiz, das Auto im Tal stehen zu lassen.

Über die Parkplatzsituation auf dem Plateau wird noch nachgedacht, sagte Kreisumweltdezernent Christoph Schwarz aus Oberdollendorf, während er den Blick ins Tal genoss. Er hätte am liebsten eine Seilbahn hoch zum Petersberg.