Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Brandbombe im Schmelztal war ein Blindgänger

Der Kampfmittelräumdienst war am Mittwoch im Siebengebirge im Einsatz.

Der Kampfmittelräumdienst war am Mittwoch im Siebengebirge im Einsatz.

Siebengebirge. Eine sogenannte Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Mittwochvormittag der Kampfmittelräumdienst im Siebengebirge entschärft und entsorgt.

Marc Redemann, Förster des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS), hatte die etwa 35 Zentimeter lange Kriegsmunition bei einem Rundgang durch unwegsames Gelände im Schmelztal entdeckt und die Polizei informiert.

„Die Munition erinnert optisch an einen sechseckigen Stab“, sagt er. „Und lag unter Gestrüpp auf dem Waldboden. Vermutlich war in diesem abgelegenen Teil des Siebengebirges lange Zeit niemand unterwegs, sodass die Bombe so lange unentdeckt bleiben konnte.“ Nach Auskunft der Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst habe es sich um eine Bombe aus englischem Bestand und einen Blindgänger gehandelt, der unproblematisch entsorgt werden konnte.

Im Zweiten Weltkrieg setzten die britische und die deutsche Luftwaffe sogenannte Stabbrandbomben bei Luftangriffen ein, die zumeist in großer Stückzahl über dicht bebauten Gebieten abgeworfen wurden. Einige dieser Bomben waren zudem mit einer Sprengladung versehen, die erst explodierte, sobald die Bombe am Boden bewegt wurde.

uch vor diesem Hintergrund dürften derartige Fundstücke niemals berührt werden: „Wer den Verdacht hat, Munition gefunden zu haben, sollte sich sofort bei der Polizei oder dem örtlichen Ordnungsamt melden, die dann den Kampfmittelräumdienst informieren“, so der VVS-Förster. „Und gerade im Siebengebirge sind solche Fundstücke keine Seltenheit.“