Spezial-Team beginnt Ermittlungen

Brand in Königswinterer Altstadt weiter ungeklärt

Bei dem Brand wurden zwei Menschen verletzt.

Bei dem Brand wurden zwei Menschen verletzt.

Königswinter. Die Ursache des Brandes in einem Haus in Königswinter ist weiter ungeklärt. Am Mittwochmittag waren durch Rauchvergiftungen zwei Personen teils schwer verletzt worden. Explosionen von Feuerwerkskörpern erschwerten den Feuerwehreinsatz.

Die Ursache des Hausbrandes in der Königswinterer Altstadt ist weiterhin nicht geklärt. Nach der notwendigen Auskühlung des Brandortes begann am Freitag ein Spezial-Team seine Untersuchungen vor Ort, teilte die Polizei mit. Mit einem Großaufgebot hatte die Feuerwehr am Mittwochmittag den Brand nach etwa zweieinhalb Stunden löschen können. Aus bislang unbekannter Ursache war in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße ein Feuer ausgebrochen. Zwei Hausbewohner erlitten Verletzungen durch Rauchvergiftungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Am Mittwoch um 12.35 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. „Die Lage war am Anfang noch recht unklar“, erklärte Marc Neunkirchen, stellvertretender Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter, über die Situation vor Ort. Aufgrund eines Kellerbrandes kam es im betroffenen Gebäude zu einer starken Rauchentwicklung im Treppenhaus und in den Wohnungen. Da vor Eintreffen der Feuerwehr noch Bewohner an den Fenstern des Hauses gestanden hatten, war die Alarmstufe erhöht worden, da die Einsatzkräfte von einer umfangreichen Rettungsaktion ausgehen mussten, so Neunkirchen.

Explosionen im Keller durch Feuerwerkskörper

Die Wehr erhielt vor Ort Verstärkung durch die Löschgruppe Rhöndorf und den Löschzug Ittenbach. Neben der Drehleiter des Löschzugs Altstadt kam auch die aus Bad Honnef, die laut Neunkirchen aber nicht mehr gebraucht wurde. Der Löschzug Uthweiler wurde in Bereitschaft versetzt, der Rettungsdienst war mit drei Fahrzeugen vor Ort. „Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte vor Ort.“

Die Wehrleute retteten zwei Hausbewohner im Alter von 39 und 64 Jahren über die Drehleiter aus dem Haus, der jüngere erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung. Mehrere Trupps der Feuerwehr gingen zur Brandbekämpfung in das Gebäude, durchsuchten die Räume und konnten schließlich Entwarnung geben: Weitere Menschen befanden sich nicht im Haus. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers kam es zu „Kleinkomplikationen“, weil es im Keller mehrere Explosionen gab. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um Feuerwerkskörper.

Vermisste Katze wurde unversehrt aufgefunden

Die Wehrleute konnten den Keller zunächst nicht betreten, da durch abgerissene Stromleitungen Gefahr drohte. Erst nachdem die Energieversorger alarmiert und Gas, Wasser und Strom abgeschaltet worden waren, konnten auch die Glutnester im Keller bekämpft werden. Um 14.20 Uhr hieß es „Feuer aus“, gegen 15 Uhr war der Einsatz beendet und die Straße konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden. Experten der Bonner Polizei waren gleichfalls vor Ort, sagte Polizeisprecher Robert Scholten auf GA-Anfrage. Die Bonner Polizei konnte auch am Freitag noch nicht sagen, ob es sich um Brandstiftung gehandelt hat. Derzeit werde in alle Richtungen ermittelt, es stünden auch noch Vernehmungen aus, erklärte Scholten.

Glück im Unglück hatte im Übrigen eine Hausbewohnerin, die ihre Katze vermisste. „Die Feuerwehrleute haben alle Räume noch einmal abgesucht und dabei tatsächlich das junge Tier gefunden“, so Neunkirchen. „Es hat jetzt seinen ersten Tierarztbesuch hinter sich und ist wohlauf.“