Heimatmuseum in Oberdollendorf

Brückenhof bald in neuem Glanz

Konzentration und Feinschliff: Bei der Sanierung des Brückenhofmuseums ist Handarbeit angesagt.

Konzentration und Feinschliff: Bei der Sanierung des Brückenhofmuseums ist Handarbeit angesagt.

Oberdollendorf. Das Brückenhofmuseum in Oberdollendorf hat seit dieser Woche seine Türen geschlossen. Grund für die vorübergehende Pause sind die bereits seit Oktober laufenden Sanierungsarbeiten an der Fassade des fast 500 Jahre alten Gebäudes.

Bisher ließ der Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven den Museumsbetrieb noch laufen. "Das hatte aber keinen Zweck mehr", sagte dessen Vorsitzender Peter Kummerhoff nun dem General-Anzeiger. "Der Staub drängt immer mehr in die Stuben und bedeckt so bereits die Bücher. Einmal hatten wir sogar Brandalarm, weil die Staubentwicklung so groß war", sagt er.

Denkmalschützer machten nach einer Besichtigung des renovierungsbedürftigen Brückenhofs einige Vorgaben. Derzeit würden die beschädigten Eichenbalken mit einer Drahtbürste abgeschliffen und der Putz vom Gefache heruntergeholt. Im Anschluss wird mit Leinöl gestrichen, erklärt Architekt Klaus Heyer, der von der Stadt Königswinter mit der Sanierung beauftragt wurde.

"Wir haben den Plan, noch dieses Jahr mit den Arbeiten an der Fassade fertig zu werden. Aber das hängt natürlich sehr vom Wetter ab", sagt Heyer. Die Finanzierung der Arbeiten an dem traditionsreichen Gebäude, das seit mehr als 25 Jahren das Heimatmuseum beherbergt, übernimmt die Stadt. Das Gesamtvolumen soll bei rund 100 000 Euro liegen.

"Bei den aufwendigen Arbeiten entstehen immer wieder neue Baustellen", sagt Kummerhoff. So habe man festgestellt, dass sich der Dachgiebel etwas nach außen gewölbt hat. Statiker konnten den Giebel mit mechanischem Zug jedoch wieder nach innen ziehen.

Wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, will der Heimatverein aus eigenen Mitteln den vor Jahren mit Zementplatten versehenen Innenhof neu pflastern und das Museum neu einrichten. Eine Wiedereröffnung des Museums ist für Ende April oder Anfang Mai geplant. Dann präsentiert der Heimatverein auch eine Sonderausstellung, die gerade in der Entstehung begriffen ist: Passend zum 1050-jährigen Jubiläum des Königswinterer Stadtteils wolle man sich dem Thema Weinbau widmen, sagt Kummerhoff.

 

Am kommenden Montag, 30. November, 19 Uhr, berichten Architekt Klaus Heyer und Peter Kummerhof beim Heimatabend im Weinhaus Lichtenberg über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen. Das Museum gibt es während der Sanierung weiter auch im Internet: www.virtuellesbrueckenhofmuseum.de