Schloss Drachenburg in Königswinter

Besucher können Kulissen von "Babylon Berlin" sehen

Siebengebirge. Von Aschermittwoch bis Freitag war Schloss Drachenburg in Königswinter für die Öffentlichkeit gesperrt. Auf der ersten Führung danach können Besucher am Samstag Kulissen von "Babylon Berlin" sehen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit fanden von Aschermittwoch bis Freitag die Dreharbeiten für die dritte Staffel der Erfolgsserie Babylon Berlin auf Schloss Drachenburg statt. Am Donnerstag hatte das Set prominenten Besuch. Ministerpräsident Armin Laschet und die Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, Petra Müller, informierten sich vor Ort. „Ich bin großer Babylon-Berlin-Fan und freue mich, dass die dritte Staffel auch wieder in Nordrhein-Westfalen gedreht wird und Orte wie Schloss Drachenburg ins Rampenlicht rückt“, sagte Laschet.

Auf Schloss Drachenburg mit dabei waren, wie bereits bei den Dreharbeiten für die erste und zweite Staffel im November 2016, die beiden Schauspieler Benno Fürmann, der im Film Hindenburgs Büroleiter Gottfried Wendt spielt, und Lars Eidinger als Stahlfabrikant Alfred Nyssen, der im Schloss zu Hause ist.

Für die drei Drehtage war das Schloss für Besucher gesperrt. Selbst auf dem Parkplatz am Oberweingartenweg, wo der Fuhrpark der Filmproduktionsgesellschaft X Filme aufgebaut war, wurde versucht, das Fotografieren zu untersagen. Dort war auch für jeden Schauspieler ein Container aufgestellt. Auf Schildern waren die Namen Schleicher, von Papen oder Gustav Stresemann zu lesen. Und der Name Helga Rath, der Schwägerin und Geliebten von Hauptcharakter Gereon Rath, die von Hannah Herzsprung gespielt wird.

 

An diesem Samstag haben Schlossbesucher ab 11 Uhr die Möglichkeit, im Rahmen einer regulären Führung einen Blick auf die noch nicht komplett abgebauten Kulissen zu werfen. Einzelne Räume des Schlosses sollen dabei während der Dreharbeiten kaum mehr wiederzuerkennen gewesen sein.

Babylon Berlin ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Die Produktion wurde in 100 Länder verkauft und gewann national und international zahlreiche Preise. Bei der Erstausstrahlung auf Sky zählte die Serie zu den erfolgreichsten des Senders. Auch die Quotenbilanz der Free-TV-Premiere im Ersten war mit durchschnittlich fast fünf Millionen Zuschauern, die die 16 Folgen sahen, herausragend.

Die dritte Staffel orientiert sich am Roman „Der stumme Tod“ von Volker Kutscher. Die Handlung beginnt zehn Monate nach den Geschehnissen in „Der nasse Fisch“. Kommissar Rath (Volker Bruch) muss an einem Filmset ermitteln, an dem eine bekannte Schauspielerin zu Tode gekommen ist – erschlagen von einem Scheinwerfer.