Hallenbad in Königswinter

Bürgerinitiative initiiert Bürgerbegehren gegen Abriss

Inge Heuser-Losch (links) und weitere Mitglieder des Fördervereins demonstrierten bei der Ratssitzung am Montag für eine Sanierung des Hallenbads.

Inge Heuser-Losch (links) und weitere Mitglieder des Fördervereins demonstrierten bei der Ratssitzung am Montag für eine Sanierung des Hallenbads.

Königswinter. Die unendliche Geschichte geht weiter: Der Förderverein "Rettet unsere Lemmerzbäder" hat am Dienstagabend beschlossen, ein Bürgerbegehren gegen den Abriss des Lemmerzhallenbades in Königswinter auf den Weg zu bringen.

Der Stadtrat hatte sich am Montagabend mit einer Mehrheit von 26 zu 24 Stimmen für einen Neubau an derselben Stelle und gegen eine Sanierung des Hallenbads ausgesprochen. Für eine Sanierung des Hallenbads hatte das Architekturbüro Heinrich Blass Kosten in Höhe von 7,8 Millionen Euro veranschlagt, Abriss und Neubau hingegen wurden mit 9,6 Millionen Euro beziffert. Am Ende hatte in geheimer Abstimmung die Koalition aus CDU, FDP und Grüner Alternative (GAK) geschlossen für die Variante Neubau votiert, die Opposition aus SPD, Königswinterer Wählerinitiative (Köwi) und Linke stimmte für eine Sanierung.

Inge Heuser-Losch vom Förderverein bestätigte am Mittwochmittag, dass ein weiteres Bürgerbegehren auf den Weg gebracht worden sei. "Den Antrag habe ich heute bei Bürgermeister Peter Wirtz abgegeben", sagte sie auf GA-Anfrage. Es ist das zweite Bürgerbegehren, dass der Förderverein "Rettet unsere Lemmerzbäder" nach 2015 initiiert: Damals hatten die Mitglieder insgesamt knapp 7000 Unterschriften für das Bürgerbegehren „Lemmerzbäder erhalten und sanieren“ gesammelt. De Rat hatte damals das Bürgerbegehren als unzulässig verworfen.

Seit mehr als zehn Jahren wird nun mittlerweile in Königswinter über die Zukunft des Hallenbads, das Paul Lemmerz der Stadt 1958 gestiftet hatte, gestritten. Und nun offenbar noch etwas länger.