Lauf von Königswinter nach Cognac

Athleten erreichen ihr Ziel erschöpft, aber glücklich

KÖNIGSWINTER. Erschöpft, aber glücklich sind die elf Läufer, die am Freitag von Königswinter in die Partnerstadt Cognac gestartet waren, am Mittwoch an ihrem Ziel in Frankreich angekommen.

Um 12.15 Uhr wurden sie vom örtlichen Leichtathletikverein AC Cognac in Empfang genommen. Die Leichtathleten begleiteten die Läufer vom Stadion bis zum Rathaus, wo ein Empfang beim Bürgermeister stattfand.

"Der Städtepartnerschaftsverein hat alles ganz toll vorbereitet", berichtete Hermann Ulrich von der SSG Königswinter am Mittwoch. Der Lauf durch wunderschöne Landschaften und vorbei an herrschaftlichen Schlössern wurde zu einem echten Erlebnis, aber auch zu einer großen Strapaze. Besonders die Hitze setzte den Teilnehmern tagsüber mächtig zu.

Immer wieder verliefen sich die Sportler, die rund um die Uhr im Einsatz waren. "Viele Wege waren einfach nicht auffindbar", sagte Ulrich, der einmal in einem Wald von der Strecke abkam und nach einer Stunde wieder am Ausgangspunkt ankam. Thomas Mauel landete in einem Steinbruch. Durch beide Vorfälle gingen allein über drei Stunden verloren.

"Wir sind sehr schnell gelaufen. Dadurch dass wir uns immer wieder verlaufen haben, haben wir sicher weit mehr als die geplanten 1300 Kilometer zurückgelegt", berichtete Ulrich. Von Verletzungen blieben die elf Läufer verschont. Allerdings setzte ihnen die brütende Hitze besonders in der Mittagszeit erheblich zu.

Um nicht zu dehydrieren, mussten sie große Mengen Wasser trinken. Die meisten Läufer kehren heute in die Heimat zurück - mit mehreren Autos. Ein Teil macht noch einen Ausflug an den Atlantik. Zum Einsatz auf der Strecke zwischen Königswinter und Cognac kamen Alrun Speicher, Constantin Ulrich, Julius Ulrich, Hermann Ulrich, Thomas Mauel, Volker Brusius, Joe Körbs, Frank Hülsemann, Klaus Eistert, Thomas Schertel und Bernhard Pfeifer sowie Klaus Müller auf einem Teilstück.