Sanierung Mit Bundesmitteln

300.000 Euro für den Burghof

Die in der Erde liegenden Außenmauern des Burghofs wurden im Frühjahr ausgeschachtet, um weitere Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. ARCHIVFOTO: MELSBACH

Die in der Erde liegenden Außenmauern des Burghofs wurden im Frühjahr ausgeschachtet, um weitere Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.

KÖNIGSWINTER. Die Chancen für eine Sanierung des Burghofs sind erheblich gestiegen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die Maßnahme mit 300.000 Euro Bundesmitteln aus dem Denkmal-Sonderprogramm zu fördern.

Der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen (CDU), in dessen Wahlkreis der seit 1989 leer stehende Burghof liegt, überbrachte die positive Nachricht Eigentümer Dieter Streve-Mülhens junior. "Aufgrund der besonderen Lage des Burghofes auf dem Weg zum Drachenfels und seiner historischen Bedeutung gibt es ein hohes Interesse der Region an der Revitalisierung. Ich hoffe, dass die notwendigen Sanierungsmaßnahmen nun zügig erfolgen, damit der Burghof schon bald wieder touristisch genutzt werden kann", so Röttgen.

"Ich glaube, wir dürfen guter Hoffnung sein", meinte auch Streve-Mülhens. Er sei sehr erfreut, dass sich Röttgen so für den Burghof eingesetzt habe. Auch wenn er noch der Eigentümer sei, so gebühre der Dank für die entscheidenden Impulse in erster Linie Frank Grabow, der das Gebäude denkmalgerecht restaurieren und anschließend betreiben möchte. Wahrscheinlich wird er den Burghof auch kaufen.

"Ich bin total happy. Für uns ist das jetzt sicher ein Türöffner. Das bedeutet, dass das Ding endlich startet", freute sich auch Grabow, der sich auf die Sanierung von Denkmälern spezialisiert hat. Ein positiver Bauvorbescheid der Stadt und eine Genehmigung der Naturschutzbehörde liegen bereits vor.