Insel Grafenwerth

Zwölf Teams bei Frisbee-Turnier "Rheinwerfen 2019"

Ganz lang machen sich die beiden Sportlerinnen beim Frisbee-Turnier auf Grafenwerth. Das Foto entstand 2017.

Ganz lang machen sich die beiden Sportlerinnen beim Frisbee-Turnier auf Grafenwerth. Das Foto entstand 2017.

Bad Honnef. Am kommenden Samstag und Sonntag steigt das Turnier „Rheinwerfen 2019“ auf der Insel Grafenwerth. Zwölf Mannschaften aus ganz Deutschland haben sich angemeldet.

Sie fliegt, dreht sich und ist flach – und wenn sie fliegt, dann hoffentlich in die richtige Endzone, denn nur dort gibt es einen Punkt. Die Rede ist von der Frisbeescheibe und dem Sport damit, der sich Ultimate Frisbee nennt – ein Mix aus Basketball und American Football.

Mindestens einmal im Jahr ist der rasante Zeitvertreib in Bad Honnef Kult: Dann verwandelt sich die Insel Grafenwerth in eine Hochburg dieses Sports. So auch am kommenden Wochenende, 17./18. August.

Bereits zum achten Mal richtet der Frisbeesport-Verein Bonnsai dort ein bundesweites Turnier aus, das „Rheinwerfen 2019“. Unter Frisbee-Begeisterten ist der Wettbewerb schon sehr beliebt, weiß Elena Geibel.

Die Sprecherin des Vereins ist sich auch sicher: Die Sportart ist zwar noch nicht überall bekannt, aber „in Deutschland auf jeden Fall im Kommen“. Zwölf Teams aus ganz Deutschland machen sich auf den Weg nach Bad Honnef.

Allein die Kulisse macht das Spaßturnier auf der Insel Grafenwerth zu etwas Besonderem. Die Teams spielen auf zwei Feldern mit Blick auf den Rhein. Sie übernachten im Freibad nebenan, und sie spielen so lange, bis am Ende ein Turniersieger feststeht. Doch nicht nur Spielgeschick wird belohnt, auch auf Fairness kommt es an.

Schiedsrichter sind nicht nötig

Dementsprechend wird zusätzlich das fairste Team des Turniers gekürt. Um das zu ermitteln, bewerten sich die Teams nach jedem Spiel mit Hilfe eines Punktesystems gegenseitig: Wie verlief die Kommunikation untereinander? Wie oft haben die gegnerischen Spieler gefoult? Da der Titel „Spiritsieger“ ein Anreiz ist, möglichst fair zu spielen, kommt die Sportart ganz ohne Schiedsrichter aus. Die Spieler sagen ihre Fouls selbst an, Unstimmigkeiten diskutieren sie untereinander aus.

Es ist aber nicht nur der Sport an sich, der dem Turnier „Rheinwerfen“ so viele Anmeldungen beschert. Die Party am Samstagabend ist ebenso Teil des Turniers wie das Laufen, Fangen und Werfen während eines Spiels.

„Dass es so etwas gibt, ist ganz typisch für Frisbee-Turniere“, sagt Elena Geibel. Es wird auch einen Partysieger geben. Der Preis: Ein Care-Package gegen den Kater am nächsten Morgen – schließlich geht das Turnier ja noch weiter.

Zuschauer sind natürlich willkommen. Eröffnet wird das Turnier am Samstag, 17. August, mit den ersten Spielen ab 10 Uhr auf der Rheinwiese der Insel Grafenwerth vor dem Freibadgelände. Um 17 Uhr ist für diesen Tag Schluss, weiter geht es am Sonntag, 18. August, von 10 bis 15 Uhr.

Zuschauer seien in den vergangenen Jahren immer interessiert und begeistert gewesen, erzählt Elena Geibel aus eigener Anschauung. Zumindest unter Frisbee-Fans hat sich das Turnier „Rheinwerfen“ längst etabliert.