Ferienaktion des Bündnisses für Familie

Zu Besuch beim Bäckermeister

Immer schön rollen: Randolf Welsch zeigt den Kindern in seiner Backstube, wie Brezeln geformt werden.

BAD HONNEF. Igel und Maus bekamen kleine Augen aus Nüssen. Die Fantasie der Kinder, die an der vom Bündnis für Familie organisierten Ferienaktion teilnehmen, ist schier grenzenlos.

Auch Bäckermeister Randolf Welsch staunte am Dienstag beim Besuch der Mädchen und Jungen in seiner Backstube, welch hübsche Kreationen da aus Hefeteig entstanden.

An jedem Tag dieser Woche erhalten die Dritt- bis Viertklässler Einblick in ein Honnefer Unternehmen. Nach dem Mittagessen in der Jugendherberge steht dann dort Bewegung auf dem Programm. Am Dienstag waren die Kinder mit Betreuerin Annette Kübler in der Bäckerei Welsch, am Vortag in der Friedhofsgärtnerei Paeseler. Tischlerei, Seniorenheim und Stadtsparkasse stehen noch auf dem Programm.

Ob Maike, Julia, Louisa, Greta, Azra oder Marie - alle hatten der Mutter schon einmal beim Kuchenbacken geholfen. Die Tüte Mehl dafür stammte aus dem Supermarkt. Bis Dienstag glaubten sie, dass dies in einer Bäckerei genauso funktioniert. Aber Randolf Welsch erklärte ihnen bei einem Rundgang, wie das Mehl per Druckluft vom Silowagen in einen Silobehälter in seinem Betrieb gepustet wird.

Auch die Knetmaschinen haben natürlich ganz andere Dimensionen als die Küchengeräte zu Hause. Die Kinder durften verschiedene Teigarten probieren. Und Meister Welsch stellte mit ihnen eine Sorte her. Die Feriengäste waren beeindruckt, als sie erfuhren, dass dazu nur fünf Dinge nötig sind. "Mehl, Wasser, Salz, Hefe und viel Zeit." Aus dem Teig formten die Nachwuchsbäcker lustige Teilchen: Mäuse, Schnecken, Igel, Brezel, Herzen oder sogar einen Kugelfisch. Danach ging's in den Backofen.

"Unsere Produkte finden alle toll. Aber die Arbeit eines Bäckers und Konditors will keiner machen", sagte Randolf Welsch bedauernd. Er beginnt bereits um

2 Uhr mit der Arbeit. Sahra bemerkte prompt: "In der Nacht möchte ich nicht aufstehen." Auch die anderen Kinder wollen nicht unbedingt Meister Welsch nacheifern, auch wenn sie den Ausflug in die Backstube sehr spannend fanden. Und Ayman Bilai hatte ohnehin seinen Traumberuf am Tag zuvor entdeckt: Gärtner.

Als ihr Backwerk ausgekühlt war, durften die Kinder es einpacken. Genascht wurde nicht: Erst wollten sie ihre Kreationen den Eltern präsentieren.