Polizei ermittelt

Wurde am Honnefer Bahnhof ein Bus in Brand gesetzt?

Vollständig brennt der im Schienenersatzverkehr eingesetzte Bus auf dem Parkplatz an der August-Lepper-Straße aus. FOTO: FEUERWEHR BAD HONNEF

Vollständig brennt der im Schienenersatzverkehr eingesetzte Bus auf dem Parkplatz an der August-Lepper-Straße aus. FOTO: FEUERWEHR BAD HONNEF

Siebengebirge. Nach den technischen Defekten in Heisterbacherrott und Buchholz liegt in Bad Honnef offenbar eine Straftat vor. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Beim Brand eines Gelenkbusses am Bad Honnefer Bahnhof am Sonntag vergangener Woche, der General-Anzeiger berichtete, handelt es sich offenbar um Brandstiftung. „Nach den bisherigen Ermittelungen besteht der Verdacht auf Inbrandsetzung“, teilte die Bonner Polizei am Mittwoch auf Nachfrage mit. Der Bus war auf einem Parkplatz an der August-Lepper-Straße abgestellt gewesen und brannte vollständig aus. Es wurde niemand verletzt.

Nach Angaben von Markus Höninger, dem Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Höninger (Gemeinde Waldfeucht), die Eigentümer des Busses sind, ist der Täter geständig und hat auch zugegeben, bei zwei weiteren Bussen des Unternehmens in Troisdorf die Fensterscheiben eingeworfen zu haben. „Die Polizei geht davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt“, sagte Höninger. „Wir prüfen zurzeit auch einige anders gelagerte Fälle“, hieß es dazu aus dem Polizeipräsidium. Für Troisdorf ist die Polizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises zuständig.

Beim Brand des Gelenkbusses entstand ein Schaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Das Fahrzeug wurde zusammen mit weiteren fünf Bussen der Verkehrsbetriebe Höninger und ebenso vielen Bussen eines anderen Unternehmens in den vergangenen zweieinhalb Monaten im Auftrag der Bahn an den Wochenenden im Schienenersatzverkehr zwischen Troisdorf und Unkel eingesetzt: An der Bahnstrecke wurde gleichzeitig gearbeitet. Der brennende Bus hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, weil es bereits der dritte Busbrand innerhalb weniger Wochen im Bereich Siebengebirge war. Ende April war in Heisterbacherrott ein Linienbus der Linie 520 auf der Fahrt nach Oberpleis in Brand geraten. Hierbei – wie auch Mitte April beim Brand eines Busses auf dem Weg von Oberpleis ins Depot nach Buchholz – hatte es sich um technische Defekte gehandelt. Die beiden Busse verschiedener Unternehmen waren jeweils im Auftrag der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) im Einsatz.