8000 Euro teurer Einer

Wassersportverein Bad Honnef tauft Boot "Stirb langsam"

Sekttaufe im Bootshaus (v.l.) Kuno Höhmann, Tilman und Maik Iser mit dem neuen Rennboot „Stirb langsam“.

Sekttaufe im Bootshaus (v.l.) Kuno Höhmann, Tilman und Maik Iser mit dem neuen Rennboot „Stirb langsam“.

BAD HONNEF. Mit einer Bootstaufe und Ehrungen startet der Wassersportverein Bad Honnef ins Jahr. Geehrt wurde unter anderem Hans Kloten, der seit 80 Jahren Mitglied im Verein ist.

Das gab es auch noch nicht beim Wassersportverein Bad Honnef (WSVH): Bootstaufe im Clubraum. Beim Neujahrsempfang wurde das acht Meter lange und 14 Kilo schwere Rennboot vorsichtig durch die Glastür gehievt. Der knapp 8000 Euro teure Einer – die Anschaffungskosten erwirtschafteten die jungen Ruderer beim Weihnachtsstammtisch – wurde in einer italienischen Werft aus einem Gemisch aus Kohlefaser, Alu und Schaumstoff hergestellt. Maik und Tilman Iser tauften ihn mit Sekt und wünschten ihm allezeit eine Handvoll Wasser unterm Kiel. Name des schnittigen Ruderboots: „Stirb langsam“. „Diese Filmtitel passt zu den Gedanken bei einem 2000-Meter-Rennen“, meinte Maik Iser.

Beim Empfang dankte WSVH-Chef Kuno Höhmann allen Unterstützern und würdigte ein neues Ehrenmitglied: Franz-Werner Reins. Seit 57 Jahren im Verein, holte er viele Siege auf nationalen und internationalen Regatten. Seit fast 30 Jahren leitet Reins die Freitagsrudergruppe. „Seit mehreren Jahren ist es für dich eine Selbstverständlichkeit, im Trainerteam mitzuarbeiten“, so Höhmann, der Reins‘ fröhliches ausgleichendes Wesen hervorhob, das ihm auch in den zwölf Jahren Mitgliedschaft im Ältestenrat zugutekam. Nun beschloss dieses Gremium, Reins zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Zuwachs wird es in der Hall of Fame geben. Hagen Kretschmer soll dort mit einem Handabdruck verewigt werden. Seine Verdienste stellte Höhmann beim Neujahrsempfang in Kretschmers Abwesenheit heraus. In den 53 Jahren als Mitglied beim WSVH war er zunächst als aktiver Ruderer erfolgreich. Ende der 70er Jahre wurde er Trainer. „Sein größter Erfolg war sicherlich der Sieg bei der Deutschen Schülermeisterschaft in Berlin im Achter mit den Schülern vom Siebengebirgsgymnasium.“

Zwischen 1995 und 2003 folgte die Zeit als Ruderwart. In den vergangenen sechs Jahren war er Trainingsleiter und führte jugendliche Ruderer „erfolgreich durch die Klippen der Rennruderei“, so der WSVH-Vorsitzende. Verdient machte er sich bei der Gestaltung des neuen Trainingsraums; die Kletterwand baute er im Alleingang. Auftritte der Kieselsteine und der Schelleböömche von der Großen Selhofer Karnevalsgesellschaft gehörten außerdem zum Programm des Neujahrsempfangs.