Wahlkampf im Internet

Auch in Rheinland-Pfalz wächst die Bedeutung des Online-Wahlkampfs. Die meist genutzte Plattform für die Landespolitiker im Internet ist Facebook. Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD hat dort 44.000 Anhänger, die Seite von Julia Klöckner gefällt knapp 35.000 Nutzern. Beim Kurznachrichtendienst Twitter folgen der CDU-Politikerin über 42.000 Nutzer. Die Tweets der grünen Spitzenkandidatin Eveline Lemke haben gut 9.000 Menschen abonniert. Die CDU versucht zudem mithilfe des Fotodienstes Instagram und mit Mitteilungen über WhatsApp vor allem Erstwähler anzusprechen. Auch FDP, Linke, AfD und die kleinen Parteien bieten auf ihren Webseiten Wahlprogramme, Videos sowie aktuelle Wahlkampftermine und experimentieren in den Sozialen Medien. Der Wahlkampf nimmt durch die Ausweitung in die digitale Welt an Fahrt auf, ist oft direkter und näher an potenziellen Wählern, aber auch ungefilterter. Das kann Folgen haben, wie das Beispiel eines CDU-Kommunalpolitikers zeigt, der mit einem polemischen Facebook-Eintrag über die Krankheit von Dreyer einen Shitstorm auslöste und in der eigenen Partei vor dem Ausschluss steht.