"Sieben auf einen Streich"

Volkswanderung im Siebengebirge startet am Sonntag

Schöne Ausblicke, wie hier in Rhöndorf, bieten sich den Wanderern bei „Sieben auf einen Streich“.

Schöne Ausblicke, wie hier in Rhöndorf, bieten sich den Wanderern bei „Sieben auf einen Streich“.

SIEBENGEBIRGE. Mehr als 1.600 Teilnehmer werden am Sonntag zur 47. Auflage der Volkswanderung "Sieben auf einen Streich" im Siebengebirge erwartet. Der Ski-Club Bad Honnef richtet die Veranstaltung aus, die über 26 Kilometer und 1800 Höhenmetern zu den schönsten Orten im Siebengebirge führt.

„Wandern liegt im Trend“, sagt Jürgen Lange vom Ski-Club Bad Honnef. In diesem Licht betrachtet, ist der Verein ein Trendsetter, und das bereits seit 47 Jahren: Für kommenden Sonntag, 6. Mai, organisieren die Mitglieder eine neue Auflage der Volkswanderung „Sieben auf einen Streich“. Das bewährte Rezept bleibt dabei nahezu unverändert: Auf zwei Routen geht es an diesem Tag durch die reizvolle Landschaft des Siebengebirges. Start und Ziel ist der Parkplatz an der Endhaltestelle der Stadtbahn in Bad Honnef.

Vor einigen Tagen haben die Wanderwarte des Ski-Clubs, Gisela Todaro und Margret Degen, die Strecken schon einmal in Augenschein genommen. „Und ich muss sagen: Das passt alles ziemlich gut“, sagt Todaro. 26 Kilometer und ein Gesamthöhenunterschied von rund 1800 Metern: Das sind die Merkmale der Wanderung, die über den Drachenfels, vorbei am Milchhäuschen, weiter zum Petersberg, zu Stenzelberg und Oelberg bis zur Verpflegungsstation am Forsthaus Lohrberg führt. Von dort aus geht es über die Löwenburg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Getränke und Speisen am Forsthaus Lohrberg

Wer nicht die komplette Strecke absolvieren möchte, darf abkürzen: Vom Milchhäuschen führt die Alternativroute direkt zum Forsthaus Lohrberg, die Wegersparnis beträgt rund acht Kilometer und etliche Höhenmeter. Für die Verpflegung der Wanderer ist nicht nur am Start- und Zielpunkt, sondern auch unterwegs bestens gesorgt. Getränke und kleine Speisen gibt es am Forsthaus Lohrberg, Trinkwasser wird zudem kostenlos am Milchhäuschen ausgeschenkt. Partner und Sponsor des Wanderklassikers ist diesmal die Firma Hupperich & Westhoven.

Neben den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes sind insgesamt 60 Mitglieder des Ski-Clubs rund um die Volkswanderung im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. „Drei Teams übernehmen am Vortag die Beschilderung der Strecke“, sagt Matthias Hupperich. Andere sind am Sonntag an den insgesamt sieben Kontrollstellen postiert, um die Startkarten der Teilnehmer zu markieren.

Wer alle sieben Stationen passiert, erhält am Ende eine vergoldete Medaille mit Band. Wer vier bis sechs Stempel aufweisen kann, darf sich über ein Exemplar in versilberter Ausfertigung freuen. „Diese Medaillen haben fast schon eine Art Kultstatus“, sagt Lange mit einem Augenzwinkern. „Es gibt Wanderer, die sammeln sie seit vielen Jahren.“

Startkarten gibt es ab 7.45 Uhr

Zur Tradition gehört es auch, dass sich die Teilnehmer zur Wanderung nicht vorab anmelden, sondern ihre Startkarten am Tag selbst ab 7.45 Uhr erwerben können. Das Startgeld deckt die Kosten für die Organisation, die Wanderkarte und die Erinnerungsmedaille ab. Der offizielle Startschuss zu „Sieben auf einen Streich“ fällt um Punkt 8 Uhr. „Erfahrungsgemäß sind dann schon viele Wanderer da und wollen auf die Strecke“, sagt Hupperich. Wer es am Sonntag etwas gemächlicher angehen lassen möchte, hat für den Start bis 10 Uhr Zeit. Bereits gegen 12 Uhr werden die ersten Teilnehmer wieder an der Stadtbahnendhaltestelle erwartet, Zielschluss ist gegen 17 Uhr.

In den vergangenen Jahren ist die Teilnehmerzahl bei „Sieben auf einen Streich“ kontinuierlich gestiegen, im Vorjahr waren es mehr als 1600 Wanderer, die an den Start gingen. „Es gibt Menschen, die kommen eigens zu diesem Ereignis aus Hamburg, Berlin und Münster zu uns ins Siebengebirge“, sagt Lange nicht ohne Stolz. Ob der großen Zahl an Menschen, die an diesem Tag im Siebengebirge unterwegs sein werden, appellieren die Veranstalter an die Wanderer, auf den ausgeschilderten Routen zu bleiben. „Und ihren eigenen Trinkbecher für die Wasserstationen mitzubringen“, so Hupperich. „Das hilft, Müll zu vermeiden.“

Jetzt muss am 6. Mai nur noch das Wetter mitspielen. Doch ob Regen oder Sonnenschein: Die 47. Auflage von „Sieben auf einen Streich“ wird in jedem Fall stattfinden. Auch das ist Tradition beim Wanderklassiker.