Neubürger in Bad Honnef

Vereine stellten sich Zugezogenen vor

Beim Neubürgerempfang präsentierten sich viele Vereine den Menschen von Nah und Fern.

BAD HONNEF. "Bad Honnef ist eine schöne Stadt." Yury Matsiy lebt mit seiner Frau Maria seit Januar hier. Und am Sonntag informierten sich die beiden 31-Jährigen beim Neubürgerempfang im Ratssaal über die Angebote der Vereine.

Von kfd-Chefin Ursula Voll erhielt Maria eine gelbe Rose. Ihr Mann sackte "pfundweise" Infomaterial an den Ständen ein - so wie sich viele andere Honnef-Neulinge ebenfalls mit Prospekten eindeckten.

1416 Menschen zogen 2013 und 2014 nach Bad Honnef. Ein Teil von ihnen folgte der Einladung zum Empfang, der von Thomas Bock, dem Vorsitzenden des Kultur- und Verkehrsvereins Bad Honnef, zusammen mit der Stadt organisiert wurde. Bei dieser Messe der Möglichkeiten holten sich die Neubürger Anregungen für die Gestaltung ihrer Freizeit. Und die Vereinsvertreter waren zufrieden mit dem Zulauf.

Bürgermeisterin Wally Feiden hatte zu Beginn betont: "Bad Honnef ist eine Stadt zum Wohlfühlen. Ich wünsche Ihnen, dass sie für Sie Heimat wird. Das Rückgrat für unser Wir-Gefühl sind die engagierten Vereine und das aktive Ehrenamt. Sie nehmen uns Aufgaben ab, die sich die öffentliche Hand nicht mehr leisten kann."

Allerdings: "2017 werden wir die laufenden Ausgaben im Haushalt durch Einnahmen deckeln können. Der Schuldenberg ist damit noch nicht weg, aber verringert", wagte sie eine positive Prognose nach den aktuellen Haushalts-Weichenstellungen.

Diesmal waren auch die Sportvereine stärker vertreten. TV Eiche-Vorsitzende Marie-José Püllen: "Wir haben eine rege Nachfrage nach unseren Angeboten." Besonders reizten die Vorführungen von Tai-Chi-Trainer Bernd Bernau. Maria wird sich vermutlich dem TV Eiche anschließen. Yury liebt die Musik, spielt gern Gitarre.

"Gern und gut", lobte seine Schwiegermutter Elisabeth Fedrau, die 1993 als Russlanddeutsche mit ihrer Familie aus Nordsibirien nach Königswinter kam. Dort machte Maria am CJD ihren Schulabschluss. In den letzten Jahren war sie in Russland, wo sie ihren Mann kennenlernte. Der gelernte Elektriker wird noch in diesem Monat seinen Sprachkursus beginnen, dann möchte er Altenpfleger werden. Und: "Ich werde mir eine Musikgruppe suchen."

Verena von Dellingshausen verteilte Flyer mit dem Programm des Kulturrings und Primelchen. Jutta Mensing machte Werbung für "Folk im Feuerschlösschen". Die Kirchen waren vertreten. Die Musikschule stellte sich vor. Und die Flötengruppe um Leiterin Antonia Schwager wirkte ebenso wie die Folkloretanzgruppe um Li Tempest am kleinen Programm mit.

Alle vier Partnerschaftskomitees präsentierten sich. Ehrenvorsitzender Egbert H. Krahé machte den Honnef-Neulingen Appetit auf die schwedische Partnerstadt Ludvika. Peter Endler, der Chef des PK Bad Honnef-Wittichenau, fand bei der Gelegenheit drei junge Leute, die sich an einer trinationalen deutsch-französisch-polnischen Jugendbegegnung beteiligen wollen.