Flüchtllingshilfe vom Sport

Sportler helfen

Hoffen auf reges Interesse: Vera Wattenbach (v.l.), Mechthild Berger, Harmann-Josef Hinsenkamp und Marita Weinberg. FOTO: SÜLZEN

Hoffen auf reges Interesse: Vera Wattenbach (v.l.), Mechthild Berger, Harmann-Josef Hinsenkamp und Marita Weinberg.

Bad Honnef. Die steigenden Flüchtlingszahlen in Bad Honnef gehen an den Sportvereinen nicht spurlos vorbei, etwa durch den vorübergehenden Wegfall der Sibi-Halle. Probleme bereitet das unter anderem der TVE-Abteilung Badminton mit 60 Mitgliedern, davon 35 Jugendlichen, denen ihre Hallenzeiten fehlen.

Auch für die leistungsstarke Handball-Jugend bringt die aktuelle Situation Training unter erschwerten Bedingungen; die Jugend weicht teils sogar nach Bockeroth aus. Was aber auch zeigt: Viele Vereine helfen sich gegenseitig, auch über Stadtgrenzen hinweg. "Wir spüren da auch Solidarität", so Sportwartin Vera Wattenbach.

Und zeigen sie auch: Der Ski-Club musste auf Trainingszeiten verzichten - angesichts der Flüchtlingshilfe eine Selbstverständlichkeit, wie der Ski-Club-Vorstand wissen ließ. Es wurde Kontakt aufgenommen zum TVE, und dessen Vorstand habe ohne zu zögern zugestimmt, dass die Ski-Cluber montags mit der Gymnastik-Gruppe des TV Eiche zusammen trainieren können. Der Ski-Club bedankte sich hierfür ausdrücklich. Wattenbach: "Wir rücken halt zusammen. Eine Dauerlösung kann das aber alles nicht sein." Umso erleichterter dürften die Sportler sein, wenn die Stadt, wie berichtet, bis Mitte/Ende Januar alternative Unterbringungsmöglichkeiten in Rottbitze schaffen kann und die Sibi-Halle wieder frei wird. Wermutstropfen: Die große TVE-Budo-Gala, die Anfang Dezember in der Sibi-Halle hätte stattfinden sollen, muss ausfallen.

Zugleich ist es dem TVE ein großes Bedürfnis, den ankommenden Menschen zu helfen: Über die Stadt und den Runden Tisch Asyl sind für die Sportshow Einladungen an alle Asylbewerber ergangen. Speziell erarbeitete Listen geben dann Auskunft darüber, in welchen Abteilungen, auch kostenfrei, Mittun für die Flüchtlinge möglich ist. Besonders wichtig sei das für die Kinder, so Pressewartin Mechthild Berger. "Wo sonst, wenn nicht im Verein und hier vor allem im Mannschaftssport ist Integration so gut möglich", betont TVE-Vize Hermann-Josef Hinsenkamp.