Siebengebirgsmeister ermittelt

Sebastianer aus Bad Honnef holt den Titel

Siegerehrung beim Bezirksschützenfest: König Daniel vorn Hüls (M.) übernahm die Kette von seiner Frau Ulrike (mit Blumen).

Siegerehrung beim Bezirksschützenfest: König Daniel vorn Hüls (M.) übernahm die Kette von seiner Frau Ulrike (mit Blumen).

RHÖNDORF. In Rhöndorf wurde Bezirksschützenfest gefeiert. Den Titel holte sich Daniel vorn Hüls, Zweiter wurde Paul Ried von der Sebastianus-Männer-Bruderschaft Königswinter. Die Ergebnisse im Überblick.

Königstitel zu erringen, scheint eine Familiensache zu sein: 2015 wurde Ulrike vorn Hüls Schützenkönigin der Sankt-Hubertus-Schützenbruderschaft Selhof, im Jahr darauf übernahm Ehemann Daniel vorn Hüls die Königskette. 2016 setzte sich wiederum seine Frau gegen die Majestäten der Vereine im Bezirksverband Siebengebirge im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften durch – und jetzt, beim Bezirksschützenfest auf dem Gelände der Sankt-Hubertus-Schützengesellschaft Rhöndorf, zog Daniel vorn Hüls gleich. Er ist Bezirkskönig 2017.

Bei der Siegerehrung auf der Festwiese im Löwenburger Tal überreichte Ulrike vorn Hüls als noch amtierende Bezirkskönigin mit Bezirkspräses Herbert Breuer, Bezirksbundesmeister Ulrich Berres und Bezirksschießmeister Uwe Harperath die Pokale für die verschiedenen Wettbewerbe. Als dann Uwe Harperath die Ergebnisse nach dem spannenden Bezirkskönigsschießen verkündete, standen ihr die Tränen in den Augen.

Nach Andreas Wohlgemuth (Sankt-Sebastianus-Junggesellen-Schützenbruderschaft Königswinter) auf Platz vier, Thomas Steinmann (Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Bad Honnef) auf Rang drei und Paul Ried (Sankt-Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft Königswinter) als Zweitplaziertem war nur noch ein Platz für ihren Ehemann frei – der erste. Mit 28 Ringen, drei mehr als Paul Ried, hatte sich der Selhofer den Titel gesichert.

Honnefer Sebastianer sind Siebengebirgsmeister

Am Morgen von Tag zwei des Rhöndorfer Schützenfestes waren die Gastgeber mit allen anderen Vereinigungen im Festzug von der Kirche zum Domizil der Hubertus-Schützen im Löwenburger Tal gezogen, um dort einen schönen gemeinsamen Tag zu verbringen. Kurios verlief dann der Kampf um die Ehrenkette der ehemaligen Bezirkskönige. Weil sich der Vogel am Hochstand verhakt hatte, wurde das Schießen am Luftgewehrstand fortgesetzt. Schießleiter Harperath: „Den Vogel hätten wir in drei Stunden noch nicht heruntergeholt.“ So hatte jeder Teilnehmer fünf Schuss.

Harperath von den Selhofer Hubertus-Schützen und Marie-Luise Redeligx von den Hubertus-Schützen Rhöndorf erreichten jeweils 48,4 Ringe und setzten den Wettkampf im Stechen fort. Marie-Luise Redeligx holte sich mit 49,8 Ringen die Kette; Harperath kam erneut auf 48,4 Ringe.

Erfolgreich beim Bezirkspokalschießen waren: In den Klassen Jugend und Schüler siegte Selhof; in der Schützenklasse waren die Männer Königswinter die besten; in der Altersklasse hatte Rhöndorf die Nase vorn, wie auch bei den Senioren. Bei den Damen Klasse I schossen die Teilnehmerinnen der Junggesellen Königswinter am besten. In Klasse II hatten die Frauen der Männer-Bruderschaft Königswinter das bessere Auge. Den Landratspokal holte sich Friedhelm Weiss von Sankt Hubertus Selhof. Um die Siebengebirgsmeisterschaft durften auch Vereinigungen schießen, die nicht dem Bezirksverband Siebengebirge angehören. Die Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Bad Honnef holte sich diesen Titel.

Orden wurden verliehen

Nicht nur Bezirksbundesmeister Berres und Bezirkspräses Breuer gingen die lange Schlange der Pokal-Träger auf der Bühne zum Gratulieren ab, sondern auch Ferdinand Lohmüller, der Bezirksvorsitzende des Rheinischen Schützenbundes, Bezirk 10, der zudem Orden des Rheinischen Schützenbundes verlieh.

So erhielten Philipp Weiss als Bezirksprinz und Alexander Kröll als Bezirksschülerprinz ihre Auszeichnungen. Die beiden Selhofer haben unterdessen wieder einen Schritt nach vorn getan: Philipp Weiss wurde Pfingsten jüngster König der Selhofer Bruderschaft und Alexander Kröll Prinz. „Das sind vielversprechende Talente“, meinte Ferdinand Lohmüller denn auch. Aber auch die Bürger, die das Fest besuchten, hatten an diesem Tag die Möglichkeit, beim Sachpreisschießen schöne Gewinne zu ergattern.