Kloster Heiligkreuz

Schwestern wirken seit 1917 in Bad Honnef

Bad Honnef. 1917 erwarb die 1835 in Frankreich gegründete Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Guten Hirten das Areal mit der Villa "Haus Nazareth"; damals war es das einzige Eigentum des Ordens in der Rheinischen Provinz. Die Schwestern gründeten den Rechtsträger für die Rheinische Provinz, die Schwestern vom Guten Hirten Bad Honnef e.V..

1929 wurde in der Villa, Wilhelmstraße 5, eine Haushaltungsschule für Mädchen eingerichtet. Sie wuchs und entwickelte sich, schon 1934 wurde ein Anbau errichtet. 1945 dann wurde ein weiteres Gebäude gebaut auf einem von der britischen Besatzungsbehörde beschlagnahmten Teil des Geländes, ein Offiziershaus an der Wilhelmstraße 2.

Erst 1962 wurde das Haus frei und dann von den Schwestern als Ferienhaus, später als Provinzialat der Rheinischen Provinz benutzt. Im Zuge der Schließung anderer Niederlassungen wurde 1980 im Park erneut gebaut, das "Kloster Heiligkreuz" für die 1861 in Aachen gegründeten Kontemplativen Schwestern vom Guten Hirten mit eigener kleiner Kirche. Das alte Haus Nazareth wurde ständig umgebaut und erweitert.

Infolge des Schwesternmangels mussten einige Filialklöster aufgelöst werden. Man suchte Unterkunft für die älteren Schwestern und von ihnen betreute Frauen und fand sie in Bad Honnef. Nachdem die Frauen in das für sie errichtete Altenheim in Schleiden umgezogen waren, eröffneten die Schwestern in Haus Nazareth eine Schutzwohnung für Frauen in Not. 1996 wurde das Kloster Tagungshaus der Ordensprovinz, das "Geistliche Zentrum".

Ab 2000 wurde das Areal nach und nach verkleinert, 2005 das Frauenhaus geschlossen. Das Areal wurde zum größten Teil in Bauplätze auf Erbpachtbasis aufgeteilt; 2006 wurde Haus Nazareth abgerissen. Nur das Geistliche Zentrum blieb mit neuem Park.