Kurioser Einsatz

Polizei verfolgt junge "Nikoläuse" in Bad Honnef

Nuss-Nougat-Creme für das Frühstück: Aus Schoko-Nikoläusen lässt sich ganz einfach ein leckerer Brotaufstrich machen.

(Symbolfoto)

Bad Honnef. Kreuz und quer kurvten am Nikolausabend zwei "Nikoläuse" durch Bad Honnef auf der Suche nach bestimmten Klingelschildern. Eine Polizeistreife vermutete dabei jedoch Verbrecherisches. Doch Gauner waren das bei weitem nicht.

Rein juristisch ist der Nikolaus ein Einbrecher. Jedes Jahr dringt er in die Häuser ein, um dort sein Unwesen zu treiben. Allerdings konnte er bislang, trotz weltweit verbreiteter Fahndungsfotos, nie gefasst werden. Da ist es nicht verwunderlich, dass zumindest die Helfershelfer des Nikolauses ins Visier der irdischen Strafverfolgungsbehörden geraten.

Wie schnell das gehen kann, stellten zwei Mitglieder der Katholischen jungen Gemeinde Bad Honnef fest. Traditionell verteilen die Mitglieder am Nikolausabend kleine Dankeschöns an ihre Leiter. Und so machten sich zwei Aushilfsnikoläuse mit 36 Schokoladennikoläusen im Fonds auf den Weg. Da den beiden allerdings die jahrelange Erfahrung des echten Nikolauses offenbar fehlte, zog sich die Auslieferung der Geschenke. Kreuz und quer kurvte die Truppe durch die Stadt, musste mangels einer ausgeklügelten Route und genauer Adressen auch schon mal aussteigen und erst nach dem richtigen Klingelschild suchen.

Dass solch wenig professionelles Tun den Gesetzeshütern auf Dauer nicht verborgen bleiben konnte, versteht sich eigentlich von selbst. Zwei Zivilstreifen verfolgten zunächst die Geschenke-Bring-Amateure, bevor sie das Pärchen nach Mitternacht stoppten und kontrollierten. Der Verdacht bestätigte sich schnell, die noch immer zahlreichen Nikoläuse nun deutlich sichtbar. Nachdem sich allerdings herausgestellt hatte, dass die beiden nicht am Punsch genippt hatten und die Nikoläuse nur vor der Haustüre ablegen wollten, durften sie die Fahrt fortsetzen; Ein schon angeforderter Streifenwagen drehte wieder ab.

Bleibt zu hoffen, dass die SoKo Nikolaus nicht auch noch dem Christkind auf die Spur kommt. Sonst wird es mit den Geschenken eng.