Schulterschluss der Freien Demokraten der Region

"Nicht nachlassen im Widerstand"

Wandergruppe in Sachen Naturschutz: Liberale aus der Region, Initiativen und interessierte Bürger schauen sich am Asberg um. FOTO: FDP

Wandergruppe in Sachen Naturschutz: Liberale aus der Region, Initiativen und interessierte Bürger schauen sich am Asberg um.

REGION. Schulterschluss der Kritiker des geplanten Windparks auf dem Asberg: Die Freien Demokraten aus Bad Honnef, Königswinter, Rheinbreitbach, Neuwied und Ahrweiler haben gemeinsam mit den Bürgerinitiativen Romantischer Rhein und Pro Naturpark Pur sowie der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) eine Wanderung zum Naherholungsgebiet auf dem Asberg unternommen.

Auf Initiative der Honnefer FDP wollten sie sich vor Ort ein Bild machen. Wie mehrfach berichtet, will die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bis zu fünf Windkraftanlagen mit etwa 200 Metern Höhe errichten. Nach Ansicht der Gegner droht damit der einzigartigen Schönheit des Siebengebirges sowie Mensch und Tierwelt erheblicher Schaden.

Etwa 60 Teilnehmer, darunter die Kreisvorsitzenden der FDP Alexander Buda (Kreis Neuwied) und Jürgen Peter (Rhein-Sieg-Kreis), wollten sich einen Eindruck vor Ort verschaffen. Roland Kohler von der Bürgerinitiative Romantischer Rhein erläuterte den Stand der gutachterlichen Beurteilung der Potenzialflächen und Konzentrationszonen zur Bestimmung der Standorte für Windkraftanlagen (WKA). So seien Kraniche, Rotmilane und Fledermäuse gefährdet.

Allerdings seien bisher im Siebengebirge die bevorzugten Vogelflugstrecken nicht identifiziert, es gebe noch keine ausreichende Beurteilung der Auswirkungen von geplanten und vorhandenen Windparks auf den landkreisweiten Kranichzug. Die Stellungnahmen des BUND, des Rhein-Sieg-Kreises und des Bundesamtes für Naturschutz zeigten, dass die Potenzialflächen völlig ungeeignet für Windanlagen seien. Martina Ihrig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Bad Honnef, erinnerte daran, dass das Siebengebirge Tausende Touristen in die Region locke. "Die Bedeutung des Gebietes als Naherholungsraum für die Bevölkerung und das touristische Potenzial verbieten den Energie-Gewerbepark inmitten des noch intakten Naturraumes am Tor zum romantischen Rhein."

Dies sah Marijana Lautenschläger von der UWG genauso. Ralph Lorenz, der zweite Vorsitzende des NRW-Landesfachausschusses der Freien Demokraten für Umwelt, Natur, Land- und Forstwirtschaft, appellierte: "Gerade in unserer so dicht besiedelten Region müssten wir auf Naherholungsgebiete größten Wert legen."

Martina Ihrig, Organisatorin der Wanderung, betonte: "Die Bürger dürfen in ihrem Widerstand gegen die Windkraftanlagen gerade jetzt nicht nachlassen." agi

Interessierte Bürger sind eingeladen zu einer Anhörung zu den Windkraftplänen am Dienstag, 10. November, 18 Uhr, im Vorteilcenter in Unkel.