Bürgerverein in Bad Honnef

Neues Heimatbuch erzählt über die Geschichte der Gemeinde Aegidienberg

Über das neue Heimatbuch Aegidienberg freut sich der Bürgerverein.

Über das neue Heimatbuch Aegidienberg freut sich der Bürgerverein.

Aegidienberg. In mühevoller Kleinarbeit hat der Bürgerverein Aegidienberg das neue Heimatbuch über den Bad Honnefer Ortsteil zusammengestellt. Am Dienstag wird das Buch „Aegidienberg - Unsere Heimat im Naturpark Siebengebirge“ offiziell im Bürgerhaus vorgestellt.

„Mir sin all en Stück vom Jillienberch.“ Was dem Kölner seine Kölsche Sprooch ist, das ist dem Aegidienberger sein Jillienberger Platt. In dem Buch „Aegidienberg – Unsere Heimat im Naturpark Siebengebirge“ findet auch die unverkennbare Aegidienberger Mundart ihren Platz. Wie der häufigste Aegidienberger Familienname lautet, welche bekannten Persönlichkeiten aus der Gemeinde stammen und wie die Aegidienberger zu ihrem Spitznamen „Rievkooche“ kommen – auf über 250 Seiten erzählen acht lokale Autoren die Geschichte des malerischen Ortes. „Es gibt etliche Dinge, die ich als Aegidienberger nicht über unsere Gemeinde wusste und erst durch das Heimatbuch erfahren habe“, erklärte der Vorsitzende des Bürgervereins, Bernhard Fiebig.

Gespickt mit historischen Dokumenten, Schwarz-Weiß-Fotos und umfangreichem Kartenmaterial widmen sich die elf Kapitel unter anderem dem vielfältigen Aegidienberger Vereinswesen, dem Landleben und Brauchtum sowie der Entwicklung der Verkehrswege. Außerdem thematisiert das Buch die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Aegidienberger sowie den Kampf mit den Separatisten aus dem Rheintal.

20 Jahre lang Literatur, Fotos, Zeitungsausschnitte und Urkunden gesammelt

34 Jahre, nachdem zum ersten Mal die Idee aufgekommen war, ein Heimatbuch als Fortsetzung des Werks „Aegidienberg im Wandel der Zeiten“ von Karl Gast zu verfassen, hielt der Bürgerverein das Heimatbuch in Händen. „Das ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, dass wir es nach so langer Zeit endlich geschafft haben und der Gemeinde jetzt das lang ersehnte Heimatbuch überreichen können“, erklärte Fiebig. Sein Vorgänger Josef Hambuch hatte mehr als 20 Jahre Literatur, Fotos, Zeitungsausschnitte und Urkunden gesammelt und die insgesamt 19 Ordner im Jahr 2006 an Gert Bellinghausen übergeben, der das Heimatbuch in Hambuchs Sinne fertigstellen sollte. „Das war eine mühevolle Kleinarbeit, alle Puzzlestücke zu einem ganzheitlichen Bild zusammenzusetzen“, so Bellinghausen.

Der Bürgerverein Aegidienberg finanzierte das Buch ausschließlich aus eigenen Mitteln und konnte daher komplett auf Werbeanzeigen verzichten. „Es war uns ein besonderes Anliegen, dem Leser ein ungestörtes Schmökern zu ermöglichen“, sagte Bellinghausen. Ziel des Bürgervereins ist es, dass in jedem Aegidienberger Haushalt ein Exemplar des Heimatbuches vorhanden ist.

Das Heimatbuch wendet sich an alle Aegidienberger

Denn, so fasst Redaktionsleiter Wolfgang Flume zusammen: „Das Heimatbuch wendet sich an alle Aegidienberger, ob gebürtige oder zugezogene, aber auch an Neubürger und interessierte Besucher. Es soll ihnen ihren Heimatort und seine Bewohner näherbringen und verdeutlichen, warum hier einiges so und nicht anders ist.“ Das Aegidienberger Heimatbuch, findet Vorstandsvorsitzender Fiebig, „ist für den Aegidienberger wie sein täglich Brot!“ Der offizielle Verkaufsstart ist am Dienstag, 5. Dezember, um 19 Uhr im Rahmen einer feierlichen Buchvorstellung im Bürgerhaus Aegidienberg, Aegidiusplatz 10. An diesem Abend können Interessierte das Heimatbuch zum Sonderpreis von 17, 50 Euro erwerben.

Ab dem 6. Dezember ist das Buch beim Verlag Elmar P. Heimbach und in der Bücherstube Aegidienberg, Welter´s Aegidienberg sowie Welter´s Rottbitze für 19,50 Euro erhältlich.