Umzug nach fast zehn Jahren

Neues Domizil für die Familienberatung im Siegengebirge

Die Kisten sind gepackt: (v. l.) Jürgen Scheidle, Christine Schulz, Anna Vincent, Andrea Kemp und Cornelia Glagla.

Die Kisten sind gepackt: (v. l.) Jürgen Scheidle, Christine Schulz, Anna Vincent, Andrea Kemp und Cornelia Glagla.

Siebengebirge. Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle der Städte Bad Honnef und Königswinter hat ihre neuen Räume im Nachbarhaus des alten Standorts in der Königswinterer Altstadt bezogen. Für Besucher ändert sich fast nichts.

Am Ende waren es mehr als 100 Umzugskartons, die von der zweiten Etage im Haus Schützenstraße 2 in der Königswinterer Altstadt ins Erdgeschoss des Nachbargebäudes Schützenstraße 4 gebracht werden mussten. Nach knapp zehn Jahren ist die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (FEB) der Städte Bad Honnef und Königswinter am Donnerstag umgezogen. Am Freitag sollte das Gros der Kisten wieder ausgepackt sein, damit die sieben Mitarbeiter die Arbeit im neuen Domizil aufnehmen können.

„Die Planungen für unseren Umzug laufen bereits seit dem vergangenen Frühjahr“, sagt Jürgen Scheidle, Leiter der FEB. Als feststand, dass die AOK ihre Räume im Haus Schützenstraße 4 schließen wird, hatten erste Gespräche mit dem Hauseigentümer über eine Nutzung durch die Beratungsstelle stattgefunden. Als dann auch die Stadtverwaltungen in Bad Honnef und Königswinter im Mai grünes Licht für die Pläne gegeben hatten, war der Umzug beschlossene Sache.

Umzug dauerte drei Monate

Rund drei Monate dauerte der Umbau der neuen Räume. „Vorher war das Erdgeschoss eine Art Großraumbüro“, sagt Scheidle. „Jetzt wurden neue Wände gezogen, wodurch mehrere Räume für Beratungen und Gruppenangebote entstanden sind.“ Obgleich es zwischen dem alten und dem neuen Domizil kaum einen Unterschied in der Quadratmeterzahl gebe, sei die Aufteilung anders. „Und wir gewinnen dadurch ein zusätzliches Beratungszimmer“, so Scheidle.

Ende Oktober begann dann für die FEB-Mitarbeiter die „heiße Phase“ ihres Umzugs. Unterlagen wurden gesichtet und sortiert, Bilder abgehängt, Kisten gepackt. „In den vergangenen Jahren hat sich natürlich einiges angesammelt“, sagt Scheidle. „Jetzt nimmt man sozusagen noch einmal alles in die Hand, hält so ein bisschen Rückschau. Die FEB feiert im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Wenn man es also genau nimmt, verpacken wir gerade ein Jahrzehnt Beratungsgeschichte.“

Freude über Start in den neuen Räumen

Ein bisschen Wehmut habe er da bei dem einen oder anderen Mitarbeiter schon bemerkt, gleichwohl freuten sich alle auf den Start in den neuen Räumen. Den eigentlichen Umzug am Donnerstag unterstützten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs, am Freitag dann sollten alle Arbeitstische, Stühle und Regale an ihrem neuen Platz stehen und die Telefone wieder funktionieren. „Für die Besucher der Beratungsstelle ändert sich bis auf die Hausnummer nichts“, betont Scheidle. Telefonnummern, Öffnungszeiten und Beratungsangebote gelten auch am neuen Standort weiter.

Lange leer stehen wird das frühere Domizil vermutlich nicht: Angedacht ist, dass das Jugendamt der Stadt Königswinter, das bislang in der ersten Etage untergebracht ist, die Räume mit übernimmt. Der neue Standort der FEB wird offiziell am Freitag, 1. Dezember, mit den beiden zuständigen Dezernentinnen aus Bad Honnef und Königswinter, Cigdem Bern und Heike Jüngling, eingeweiht. Bis dahin haben die Mitarbeiter also noch etwas Zeit, die Kisten wieder auszupacken.

Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle der Städte Bad Honnef und Königswinter findet sich ab sofort in der Königswinterer Altstadt, Schützenstraße 4. Die Mitarbeiter sind wie bisher unter (02223) 29 86 53 60 oder per E-Mail an feb@koenigswinter.de zu erreichen.