Ferienprogramm

"Namaste" bedeutet "Guten Tag"

Eine schöne Erinnerung an die Projektwoche zum Thema Indien und Nepal: Die kleinen Filzelefanten nehmen die Kinder mit nach Hause.

13.07.2014 BAD HONNEF. 62 Mädchen und Jungen der Grundschule Am Reichenberg machten jetzt eine Woche Ferien in Indien und Nepal. Na gut, sie reisten keine Tausende von Kilometern nach Südasien. Aber sie lernten während der Ferienaktion der Offenen Ganztagsschule (OGS) eine Menge Details über die beiden Staaten kennen.

In der ab Montag folgenden zweiten betreuten Ferienwoche an der OGS dürfen sich die Kinder ein Wunschprogramm basteln unter anderem mit Schwimmbad- und Tierparkbesuchen, einer Greifvogelschau und vielen Spielen.

Ilona Düerkopf und Petra Thelen leiteten das Indien- und Nepal-Projekt, bei dem auch alle 14 OGS-Kräfte um OGS-Leiter Andreas Wenzel Unterstützung leisteten. Die Schüler der ersten bis vierten Klassen erfuhren eine Menge über die Lebenssituation und die Bräuche in Indien und Nepal. Es wurden auch indische Speisen gekocht. Khir, eine Milchreisspeise aus Nepal zum Beispiel, oder Kartoffel-Samosas.

Und welche Kleidung tragen die Menschen dort eigentlich? Um diese Frage zu lösen, bekamen die Kinder Besuch von Anama, die in Indien geboren wurde und im Bad Honnefer Cura-Krankenhaus arbeitet. Sie zeigte, wie ein Sari gebunden wird. Das fünf bis sechs Meter lange, rechteckige Tuch wickelte sie kunstvoll. Anama half den Mädchen dann beim Anziehen. Und die Kinder der AG Report fotografierten die kleinen "Inderinnen" aus Bad Honnef und berichteten anschließend in ihrer Projektzeitung darüber.

In diesem Heft wurden auch sämtliche weitere Aktionen ausführlich dargelegt. So malten die Schüler einen großen Elefanten und verzierten ihn mit bunten Blumen und Zeichen, so wie das in Indien beim Tempelfest und zum Neujahrsfest bei den echten Tieren üblich ist. Das Bild soll in der Schule einen schönen Platz finden. Außerdem stellten die Kinder kunstvoll große Elefanten aus Pappmaché her und kleine Elefanten zum Mitnehmen nach Hause. Stolz zeigten Paula, Julia und Annabel ihre Dickhäuter, die sie aus grauem Filz gefertigt und mit einer Decke, Schmucksteinen, Perlen, Goldfasern und Goldplättchen verziert hatten. Dabei bedienten sie sogar unter Aufsicht von Petra Thelen die Nähmaschine.

Sie bastelten zudem hübsche Windlichter, Ghunghur-Glöckchen, bemalten sich mit Henna die Arme und lernten auch indische Spiele kennen. Die Kinder übten, Wasserkrüge auf dem Kopf zu balancieren, wie das in Indien üblich ist. Und sie erfuhren, dass in den Bergen von Nepal die Töpfe unterm Arm getragen werden.

Die Schüler lasen das Dschungelbuch von Kipling und spielten Szenen nach, sie interviewten einen ehemaligen Entwicklungshelfer, der in Nepal gearbeitet hat und dort seine Frau Kanta kennenlernte. Die Kinder berichteten hinterher begeistert: "Ihr Lieblingsgericht in Deutschland ist Sauerkraut mit Würstchen."

Von dem Ehepaar Voss erhielten die Kinder eine Tabelle mit deutschen und nepalesischen Buchstaben und einigen wichtigen Wörtern . Nun wissen die Schüler: "Namaste" bedeutet "Guten Tag" und "Bidaa Hau", das heißt "Tschüss". (Roswitha Oschmann)