100 Jahre Sibi

Konzert der Generationen

Bad Honnef. Zum Abschluss des Sibi-Jubiläumsjahres musizieren Ehemalige und aktuelle Lehrer und Schüler.

Zum musikalischen Abschluss des Jubiläumsjahres "100 Jahre Sibi" lud das Städtische Siebengebirgsgymnasium zu einem besonderen Konzert ein. Der Veranstaltungskreis schloss sich mit einem Matineekonzert in der Aula.

Diesmal musizierten Schulabsolventen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - den jeweiligen Abijahrgang hatte Musiklehrerin Vera Stefer hinter den Namen im Programm vermerkt. Dargeboten wurde Musik in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen mit aktuellen Lehrerkollegen bis hin zu Schulleiter Joachim Nowak und auch mit langjährigen Pensionären.

Mehr als 30 Musiker und Sänger gaben sich ein Stelldichein, um solistisch, als Duo, Trio, Quartett oder zu acht als Ensemble "Flutelicious" zu unterhalten. Dabei waren, wie bei allen Jubiläumskonzerten im Lauf des Jahres, auch Schüler sowie die Kollegen Antonia Schwager und Johannes Weiß von der städtischen Musikschule und einzelne Musiker des Collegium Musicum.

Musikalisch reichte der Bogen von Bachs berühmten Satz "Air" aus der 3. Orchestersuite, dargeboten auf vier Celli, über Mozart, Mendelssohn, Brahms und Paganini im ersten, klassischen Teil des Konzertes bis zu poppigen Balladen und rockigen Instrumentals im zweiten Teil.

Unter anderem wurde Musiklehrerin Christine Beyer bei "From a Distance" und "Misty" von Jannis Lehnert, der schon die Tontechnik beim Jubiläumskonzert verantwortete, Felix Jäger und  Johannes Mertesacker mit Bass, Schlagzeug und Klavier begleitet. Es war sicher schön für die Pädagogin zu sehen, dass ein Tontechniker und mindestens ein Musikstudent aus ihrem Unterricht hervorgegangen sind.

Den weihnachtlichen Schlusspunkt setzte sie dann ganz klassisch, begleitet von Kollegin Cornelia Hübert-Kuß, mit "Mariä Wiegenlied" von Max Reger.

Das Konzert wurde eröffnet mit Mendelsohns "Gruß", gesungen von Christine Beyer und Vera Stefer, beide Musiklehrerinnen an der Schule. Begleitet wurden sie von Jo Raile. "In diese heilgen Hallen" lud danach Deutschlehrer Till Mattes mit kräftigem Bass ein, am Klavier saß Musiklehrerkollege Benjamin Senz.

Die jüngste Musikerin des Vormittages, Anouk Vidrih Kaufmann, - Randnotiz von Vera Stefer: Abitur voraussichtlich 2026 - entzückte mit virtuosen Variationen über ein Thema von Paganini am Klavier.

In die Welt der Oper "Don Giovanni" entführten Julia Vreden (Abi 2013) und Benjamin Püllen (Abi 2015) in dem Duett "Reich mir die Hand, mein Leben", begleitet von Musiklehrerin Cornelia Hübert-Kuß. Corinna Hambuch (Abi 2017) und Paul Francke (Abi 2014) musizierten mit Querflöte und Klavier.

Vierhändig am Flügel hörte und sah man Ingeborg Schönball (pensioniert 1997) und Jo Raile (pensioniert 2010), die Moszkowski und Brahms spielten. Zu hören waren auch ein Satz aus einem Klaviertrio von Mendelssohn mit Berit und Kristin aufm Kampe sowie Cornelia Hübert-Kuß am Flügel sowie ein Lied ohne Worte desselben Komponisten, gespielt von den Geschwistern Gotelind  (Abi 2022) und Johann Hübert (Abi 2024).

Im zweiten Teil griff Leon Andres in die Tasten, um Stella Batzella (beide Abi 2020) beim Lied "Parkbank" von Namika zu begleiten.

Die Freude über manches Wiedersehen mit Ehemaligen war groß und wurde mit Sekt und Gebäck in der Pause gefeiert. Die vier Musiklehrer Benjamin Senz, Christine Beyer, Cornelia Hübert-Kuß und Vera Stefer dankten allen, die mit ihnen das Konzert und das gesamte Jubiläumsjahr musikalisch gestalteten. (ga)