Malaktion in Rheinbreitbach

Kinder verwandeln ein hässliches Entlein

Hochkonzentriert sind die Kinder beim Bemalen der Bushaltestelle. Eugen Schramm (vorne) und Thomas Klukas halfen dabei.

Hochkonzentriert sind die Kinder beim Bemalen der Bushaltestelle. Eugen Schramm (vorne) und Thomas Klukas halfen dabei.

RHEINBREITBACH. Vom Schandfleck zum märchenhaft schönen Schmuckstück: Diese Wandlung haben kleine Künstler in Rheinbreitbach an der Bushaltestelle an der Einmündung Parkstraße/Hauptstraße geschafft.

Die Schüler der Klasse 4a der Gebrüder-Grimm-Grundschule von Klassenlehrerin Ulrike Engel-Quast haben den Unterstand mit Hilfe der Künstler Eugen Schramm und Thomas Klukas mit Motiven aus den Grimm'schen Märchen bemalt.

Angeregt hatte die Aktion Thomas Napp vom Arbeitskreis „Initiative Rheinbreitbach 2030: Ein Dorf geht in die Zukunft“. Die neue Gestaltung werde äußerst positiv aufgenommen, viele Rheinbreitbacher hätten sich schon lobend geäußert, sagte die Rektorin der Grundschule, Patricia Schon-Ohnesorge.

„Außerdem finde ich es toll, dass die künstlerisch begabten Kinder ihr Dorf aktiv mitgestalten können“, schwärmte sie von dem Projekt der Klasse 4a. Die Schüler begannen mit einer Motivsammlung. „Da jedes Kind ein Märchen malen sollte, musste man sich möglichst auf eine Figur beschränken“, berichtete Engel-Quast.

Bei Schneewittchen habe das wegen der sieben Zwerge aber ebenso wenig geklappt wie bei dem Märchen von den sechs Schwänen.

Am nächsten Tag halfen Eugen Schramm und Thomas Klukas den Kindern bei den Figurenentwürfen. „Wir haben den Schülern auch gezeigt, wie man mit der Comic-Technik einen einheitlichen Look bekommt“, sagte Schramm.

Beide Künstler haben schon Erfahrung beim Verschönern von unansehnlichen Einrichtungen im öffentlichen Raum. So haben sie im vergangenen Jahr die Trafostationen der Bad Honnef AG verziert. Weiterer positiver Effekt der Bemalung: „Sie schützt auch vor illegalen Graffitis“, so Klukas.

Mit den Schülern übertrugen die Künstler die Motive auf die von Malermeister Rudolf Haack geweißten Wände des Wartehäuschens. Bis zum Wochenende stellten die Mädchen und Jungen ihre Arbeit fertig.

Das Projekt war das erste der Initiative Rheinbreitbach 2030, organisiert mit dem Grundschulförderverein „Ratzefummel“. Eine Bücher-Telefonzelle im Park der Oberen Burg sei das nächste Vorhaben, so Napp.