Gymnasium feiert Jubiläum

Kammerkonzert zu 100 Jahre Honnefer Sibi

Bad Honnef. Das Siebengebirgsgymnasium macht sein traditionelles Kammerkonzert zum Geburtstagsständchen. Schüler, Lehrer und Eltern sind dabei. Karten für die Veranstaltung gibt es an diesem Mittwoch.

Es soll ein Erlebnis für alle Beteiligten werden, Musiker wie Publikum, und deshalb fiebert das ganze Siebengebirgsgymnasium auf den kommenden Samstag hin. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens will die Schule das traditionelle Kammermusikkonzert zu einem Geburtstagsständchen machen: „Sibi-Talente treffen auf Collegium Musicum“, lautet das Motto des Abends. Auch die Bad Honnefer Musikschule ist dabei.

Neben dem Schulorchester „Sibiphonie“ präsentieren sich die Vokalensembles des Gymnasiums, „Sibeat“ und der Chor der Unter- und Mittelstufe. Es erklingen „Ohrwürmer“ der Instrumental- und Chormusik vom Barock bis ins 21. Jahrhundert. Einige Schüler zeigen ihr Können als Instrumentalsolisten und werden durch das Orchester der Schule begleitet. Ehemalige Schüler und junge Musiker bis zur Oberstufe spielen gemeinsam mit dem Honnefer Collegium Musicum. Mit einem Auftritt des Querflötenensembles „Flutelicious“ leistet die städtische Musikschule einen Beitrag zum Konzert.

Musikalisches Netzwerk in der Stadt

Als Schule „in der Mitte der Stadt“ kooperiere das Siebengebirgsgymnasium bereits länger mit den anderen musikalischen Institutionen in Bad Honnef – alles ist miteinander vernetzt. „Es gibt so nette Überschneidungen“, erklärt Cornelia Hübert-Kuß, Musiklehrerin des Gymnasiums: Das Flötenensemble bestehe beispielsweise zu 90 Prozent aus Sibi-Schülern; deren Eltern und Lehrer seien wiederum Mitglieder des Collegium Musicum.

Anlässlich des Jubiläums habe man diese Beziehungen genutzt und die Zusammenarbeit durch gemeinsame Proben intensiviert. Darüber hinaus biete das Konzert die Gelegenheit, den neu lackierten Steinway-Flügel der Schule zu präsentieren. Die Basis des Konzertprogramms sei während einer zweitägigen Probenfahrt gelegt worden. „Mit 60 Schülern ging es nach der Schule nach Leutesdorf“, berichtet Hübert-Kuß. Von morgens bis abends musizierten die Ensembles der Schule und bereiteten sich auf ihre Auftritte vor. Ganz in Ruhe, ohne außerschulische Termine oder die Angst, einen Bus zu verpassen, konnten sie sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren und proben.

Die jungen Solisten fiebern dem Auftritt entgegen

Damit nicht genug: „Ich werde jetzt jeden Tag Geige üben“, erzählt die zwölfjährige Sibi-Schülerin Neele Schwarting. Die Siebtklässlerin konnte bereits Erfolge beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ verbuchen. Beim Konzert spielt sie den Frühling von Vivaldi als Geigensolo. Auch die 13-jährige Esther Böning ist sehr musikalisch. Sie besucht die achte Klasse des Sibi, spielt Querflöte und Klarinette in verschiedenen Ensembles und singt im Schulchor. Die jungen Musiker haben einen straffen Zeitplan: Neben den Arbeiten und Hausaufgaben stehen mehrmals in der Woche Proben an, unter anderem mit dem Collegium Musicum.

Für die Schüler sei es ein Erlebnis, mit erfahrenen Musikern zu spielen oder von ihnen begleitet zu werden, ein „Lernen en passant“, sagt Hübert-Kuß. Wenn sie anfangs noch nicht alles mitspielen konnten, würden sie doch von Probe zu Probe besser: Die Älteren zögen die Jüngeren mit. Dafür nähmen die Schüler die derzeitigen Belastungen in Kauf.

„Auf die Bühne gehen sie alle gerne“, erzählt Antonia Schwager, Leiterin der Musikschule. Manche kämen müde zu den Proben, gingen dann aber fröhlich wieder hinaus: „Das ist das, was Musik macht.“

Das Konzert am Samstag, 17. März, beginnt um 19 Uhr in der Aula des Siebengebirgsgymnasiums. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf an diesem Mittwoch, 14. März, von 13.15 bis 14 Uhr im Foyer des Sibi.