Schwimmen im Siebengebirge

Im August beginnt Abriss des Schulschwimmbads in Bad Honnef

Seit Ende des Jahres geschlossen: Das Lehrschwimmbecken in Aegidienberg.

Seit Ende des Jahres geschlossen: Das Lehrschwimmbecken in Aegidienberg.

Aegidienberg. Mitte August geht es los: Ab dann wird das in den 70er Jahren erbaute Hallenbad auf dem Gelände der Theodor-Weinz-Grundschule abgerissen. Etwa bis Mitte Dezember soll der gesamte Bau verschwunden sein.

In einer Elternversammlung informierte Lampe-Booms zudem über den Ablauf der Abbrucharbeiten. Eine gesundheitliche Belastung oder gar Gefährdung gehe von dem Abriss nicht aus, so Lampe-Booms weiter.

Wie berichtet, hatte die Politik im Februar beschlossen, das seit Ende 2018 wegen schwerer statischer Mängel geschlossene Hallenbad abzureißen. Ersetzt werden soll es durch einen Neubau mit einer gegenüber heute längeren 25-Meter-Bahn. Das alte Lehrschwimmbecken sowie die ehemalige Hausmeisterwohnung und die alte Turnhalle werden abgerissen. Kostenpunkt des Schwimmbadneubaus: rund 4,5 Millionen Euro. Die Fläche, auf der heute die Gebäude stehen, werde dabei einerseits für den Badneubau, andererseits für eine Ballspielfläche genutzt.

Abbruch- und Schadenskonzept erstellt

Ab Mitte August soll zunächst der Rückbau im Inneren vonstatten gehen, danach rollen dann die Abrissbagger. Im Vorfeld wurde laut Lampe-Booms ein komplettes Abbruch- und Schadenskonzept erstellt, auch vor dem Hintergrund möglicher problematischer Baustoffe wie in diesem Fall Asbest in den Außenschindeln. Da diese hier aber nur im Freiluftbereich vorhanden seien, gingen von der Demontage keine Belastungen aus. Zudem werde die Abbruchstelle gut abgeschirmt.

Die Planer drücken ebenfalls auf die Tube, wie es im Betriebsausschuss hieß. Grund ist unter anderem, dass die Stadt sich um Landeszuschüsse bewerben will. Dazu braucht es laut Dirk Neugebauer vom Ingenieurbüro für Wassertechnik (IWT) eine fertige und durchkalkulierte Planung. Eine Reihe von Vorarbeiten wie Baugrunduntersuchung, Boden- und weitere Gutachten seien bereits erfolgt, der erste Entwurf schon konkretisiert. Der felsige Untergrund gebe dabei hinsichtlich der Lage des Gebäudes schon einiges vor, teils liege der Fels nur 35 bis 40 Zentimeter unter der Oberfläche.

Spielraum von bis zu zehn Prozent

Neugebauer stellte den Bauentwurf selbst samt Bad- und Lüftungstechnik vor. Gestalterische Details wie eine mögliche Teilverklinkerung der Fassade könnten noch geklärt werden, hieß es. Zur Frage möglicher Mehrkosten dadurch und durch eventuellen Einbau eines neuen Hubbodens sagte Neugebauer: „Wir glauben, dass wir das kompensieren können.“

In der Kalkulation werde zudem ein Spielraum von fünf bis zehn Prozent eingeplant. Der sei schon darum sinnvoll, da die Auftragsbücher der Firmen voll seien. Was Förderprogramme angeht, machten weder Neugebauer noch Lampe-Booms zu große Hoffnungen. Programme seien „oft überzeichnet“, so Neugebauer. „Die Erfolgsaussichten sind schwer abzuschätzen“, sagte Lampe-Booms.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Energiekonzept, bei dem erstmals der gesamte Komplex aus Schule, Bad und neuer Turnhalle betrachtet wird. Hierzu will die Bad Honnef AG nach der Sommerpause ein konkreteres Modell vorstellen.