TV Eiche

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür des Gesundheits- und Fitnessstudio

In Bewegung: Andrea Milz gibt beim Zumba-Training die Richtung vor.

BAD HONNEF. "Nach zehn Stunden Pilates fühlst Du Dich besser. Nach 20 Stunden siehst Du besser aus und nach 30 Stunden hast Du einen neuen Körper", soll Joseph Hubertus Pilates, Vater der nach ihm benannten Trainingsmethode zur Kräftigung der Muskulatur, einst gesagt haben. Kein Wunder also, dass der Andrang beim Pilates-Schnuppertraining am Samstagmittag im Gesundheits- und Fitnessstudio des TV Eiche Bad Honnef groß war.

Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, unter Anleitung von Trainerin Andrea Welsch entsprechende Übungen auszuprobieren und so auch herauszufinden, wie es um die eigene Bauch- und Rückenmuskulatur so bestellt ist.

Und eben die ist bei vielen Zeitgenossen in einem eher kümmerlichen Zustand. Rund 80 Prozent aller Rückenprobleme, mit denen Mann und Frau sich heutzutage herumplagen, sind auch auf eine zu schwache Bauchmuskultur zurückzuführen, schätzt Stefan Wattenbach, Leiter des TV Eiche Vital-Studios. Dabei reiche schon ein regelmäßiges Training zweimal wöchentlich aus, um die Muskulatur ausreichend in Form zu bringen. Seit nunmehr zwei Jahren kann man dies auch im vereinseigenen Gesundheits- und Fitnessstudio in der Berck-sur-Mer-Straße.

"Viele verbinden Fitnessstudios mit Bodybuilding", so Wattenbach. "Aber diese Klientel haben wir hier gar nicht. Und ich glaube, die würde sich hier bei uns auch gar nicht wohlfühlen." Vielmehr möchte man mit einem gesundheitsorientierten Trainingsangebot verstärkt die Generation 40 plus ansprechen. Ob individuelle Übungen an den Geräten im Studio oder gemeinsames Schwitzen bei einem der zahlreichen Kurse - "es geht darum, durch Fitness und Krafttraining ein verbessertes Lebensgefühl zu erreichen".

Beim Tag der offenen Tür konnte man aber nicht nur zu einem ersten Probelauf auf dem Crosstrainer starten oder ausprobieren, wie man beispielsweise beim "Hot Iron" zur Musik mit Hilfe eines "Heißen Eisens", einer Langhantel, den gesamten Körper trimmt. Es standen darüber hinaus auch eine ganze Reihe informativer Fachvorträge rund um das Thema "Prävention durch Bewegung" auf dem Programm.

So ist nach Ansicht von Sportmediziner Klaus Weckbecker "Bewegung eine der wenigen Präventionsmaßnahmen, deren Wirksamkeit wirklich bewiesen wurde". Und Professor Stephan Geisler von der Deutschen Sporthochschule in Köln ist davon überzeugt, "dass das Krafttraining eine effektive Methode darstellt, das Leben älterer Menschen zu verbessern".