Landesgartenschau in Bad Honnef

Fachleute sollen Flächen unter die Lupe nehmen

Impression aus Zülpich: Die "Laga" dort ist beendet. FOTO: SÜLZEN

Impression aus Zülpich: Die "Laga" dort ist beendet.

BAD HONNEF. Der Stadtrat hat den ersten Schritt getan - und zwar einstimmig: Am Donnerstag brachte die Politik eine Voruntersuchung für eine Bewerbung zur Landesgartenschau ("Laga") 2020 auf den Weg.

Ein Fachplanungsbüro soll in einer sogenannten abgestuften Machbarkeitsstudie zunächst Flächenpotenziale unter besonderer Berücksichtigung von Schutzgebietsausweisungen wie etwa den Landschaftsschutz abklopfen. Dafür und für die Tatsache, dass eine hoffentlich von Erfolg gekrönte Bewerbung nicht nebenbei zu bewerkstelligen ist, holte sich die Verwaltung mit teils eindringlichen Hinweisen das einhellige Plazet der Politik.

Dem Beschluss beigefügt ist ein Zeitplan, an dessen Ende im Idealfall im August 2015 die Bewerbung für die "Laga" 2020 steht. "Das wird ein Kraftakt. Nicht nur für die Verwaltung. Ihr Sitzungskalender wird ganz anders aussehen", so Rudolf Flachs in Vertretung des Technik-Beigeordneten Jopa Vedders an die Adresse des Rats.

Bei der Vorbereitung der Bewerbung sei von der Kapazität einer Vollzeitstelle im Rathaus auszugehen. Erschwert werde das zumindest derzeit, da nach Monaten der Vakanz immer noch nicht alle Stadtplanerstellen besetzt seien. Die Verwaltung um Bürgermeister Otto Neuhoff hofft auf eine baldige Lösungen.

Gleichwohl müsse in der heißen Phase vor der Laga-Bewerbung anderes zurückstehen. Unbeeindruckt dessen wollen sich Verwaltung und Politik auf den Weg machen. "An dieser Stelle ist noch einmal zu betonen, dass der Schwerpunkt von Fördermitteln und eigentliche Effekt einer Landesgartenschau nicht bei der zeitlich begrenzten Ausstellung liegt, sondern bei den begleitenden Städtebau- und Infrastrukturprojekten", so die Verwaltung. Dafür gebe es Geld aus Städtebau-Fördertöpfen.

Das vom Rat beauftragte Stadtentwicklungskonzept "müsste der Entscheidung für die Laga eigentlich vorausgehen". Das sei unter dem gegebenen Zeitdruck nicht zu schaffen. Aber: Inhalte eines Handlungskonzeptes könnten durch die Bewerbung vorweg genommen werden. Die abgestufte Studie kostet laut Neuhoff rund 12 000 Euro. Die Machbarkeitsstudie als Ganzes läge bei etwa 60.000 Euro.