Bürgermeister-Wahl

FDP und Grüne nominieren Otto Neuhoff

Will Honnefer Bürgermeister werden: Otto Neuhoff.

BAD HONNEF. Jetzt ist es amtlich: Die Mitglieder von FDP und Liste Bündnis 90/Die Grünen haben am Donnerstagabend Otto Neuhoff zu ihrem Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Ergebnisse des Ortsparteitages der FDP sowie der Listenversammlung der Grünen waren einstimmig

Das teilten Burkhard Hoffmeister, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und Obmann der Liste, sowie Martina Ihrig, Vize-Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, am Freitag mit. Der parteilose Neuhoff ist damit der Erste, der als Kandidat für die Bürgermeister-Wahl am 25. Mai 2014 qua Mitgliedervotum feststeht.

Endgültig fest steht damit auch, dass die Partner der Allianz für Bad Honnef aus CDU, FDP und Grünen im Bürgermeister-Wahlkampf getrennte Wege gehen. Denn im Rennen um die Kandidatur ist wie berichtet auch Sebastian Wolff, Vorsitzender der Honnefer CDU und der christdemokratischen Stadtratsfraktion. Der CDU-Vorstand hat Wolff einstimmig als Bewerber vorgeschlagen. Eine Nominierung durch die Mitglieder steht aber noch aus. Die CDU-Mitgliederversammlung ist im Januar. Festgelegt hat sich auch die SPD. Laut Vorstand soll es Ortsvereinschef Guido Leiwig richten, wenn es um die Nachfolge von Amtsinhaberin Wally Feiden (SPD) geht. Auch hier haben die Mitglieder im Januar das letzte Wort.

Einen Schritt voraus sind jetzt FDP und Grüne. "Wir freuen uns, dass wir mit Otto Neuhoff einen gemeinsamen Spitzenkandidaten aus dem Herzen von Bad Honnef für die Bürgermeisterwahl gefunden haben, der beste Voraussetzungen für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen mitbringt", so FDP-Chef Carl Sonnenschein und Hoffmeister. Beide attestierten Neuhoff Bodenständigkeit, Unabhängigkeit, maximale Führungserfahrung und kommunikative Kompetenzen.

Neuhoff, der sich auf getrennten Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen vor jeweils gut einem Dutzend Mitglieder um die Kandidatur beworben hatte, bedankte sich für das ihm ausgesprochene Vertrauen. Als Ziel definierte er unter anderem mehr Gemeinsamkeit, anstatt sich "in internen Schuldzuweisungen zu verlieren": "Es geht mir darum, mit allen Beteiligten aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft die großen Potenziale unserer Stadt und ihrer Bürger wieder zu entfalten und ein vertrauensvolles Klima im Dialog zwischen Bürgern, Gremien und Verwaltung zu schaffen."

Zwingende Voraussetzung sei, die "Wirksamkeit der Arbeit von Rat, Verwaltung und Bürgermeister im Dialog mit dem Bürger deutlich zu verbessern". Die Bedeutung des Ehrenamtes als "Kitt, der unsere Gemeinde zusammenhält" müsse sich auch ausdrücken im Handeln von Politik und Verwaltung. Als Beispiel nannte er etwa die Diskussion um eine Sportstättennutzungsgebühr. Zugleich müsse der finanzielle Handlungsspielraum erhöht werden. Sparen alleine sei keine Lösung; es brauche intelligente Organisationslösungen wie die Eingliederung der Sportstätten in einen Eigenbetrieb.

Er wünsche sich "eine möglichst breite Unterstützung im Wahlkampf", so Neuhoff. Für die kommt auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Frage. Fraktionschef Manfred Rauw sagte dem GA, man wolle mit allen Kandidaten sprechen. Zugleich sehe er eine Priorität bei Neuhoff, da es reizvoll und geboten sei, "Parteigrenzen zu lockern" zugunsten sachorientierter Zusammenarbeit. Die FWG tagt ebenfalls im Januar.

Noch keinen Pflock eingeschlagen hat auch der Bürgerblock, dessen Vorsitzender Christoph Kramer sagte, man wolle einen "parteiunabhängigen Kandidaten" unterstützen. Hierfür in Rede steht Ralf Schaaf, der sich die Entscheidung pro oder contra einer Kandidatur aber bislang noch offen hält.