Sportvereine in Bad Honnef

Eindeutiger Beschluss zur geplanten Sporthalle in Aegidienberg gewünscht

Auf dieser Wiese soll die neue Sporthalle in Aegidienberg gebaut werden

Bad Honnef. Mit kritischen Worten gegenüber den politischen Entscheidungsträgern hinsichtlich der Planungen für eine neue Sporthalle in Aegidienberg melden sich die Honnefer Sportvereine zu Wort. Sie kritisieren das "Lippenbekenntnisse der Politiker".

 "Um es nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen: Mit einer Einfachhalle in Aegidienberg ist dem Honnefer Sport - und damit den Bürgern der Stadt - nicht gedient", teilten HeJo Hinsenkamp, der stellvertretende Vorsitzende des TV Eiche, Ulrich Hambuch, der Vorsitzende des ATV Selhof, Wilhelm Strohmeier, der 2. Vorsitzende des Hockey-Clubs Bad Honnef, und Claus Elbert, der Vorsitzende der Sportfreunde Aegidienberg, jetzt mit.

Die Vereine hätten sich sehr intensive Gedanken über die Zukunft des Sports in Bad Honnef gemacht. "Und wir fragen uns zunehmend ernsthaft, welchen Stellenwert die Bad Honnefer Politiker dem Sport trotz aller Lippenbekenntnisse wirklich beimessen", heißt es in der Mitteilung. Mit der großzügigen 500 000-Euro-Spende von Joseph Bellinghausen sei ein bedeutender Grundstein für den Bau einer Sporthalle in Aegidienberg gelegt worden. Die Intention des Spenders habe dabei eindeutig auf den Bau einer Mehrfachsporthalle gezielt, die für Ballsportarten wettkampftauglich sein soll.

"Nun wird diese Intention zerpflückt, indem hinterfragt wird, ob sich die im Zuwendungsvertrag erwähnte DIN-Norm auch auf eine Einfachhalle bezieht - nur weil im Zuwendungsvertrag die Größe der Halle nicht explizit genannt wird", schreiben die Vertreter der Sportvereine. Mit einer Einfachhalle sei dem Sport insgesamt aber nicht gedient, weil für mehrere Sportarten andere Hallenmaße für Wettkämpfe vorgeschrieben seien. Bereits jetzt fehlten in der Dreifachhalle in Bad Honnef jede Woche 40 bis 50 Stunden. Dort betätigen sich nach Angaben der Vereine rund 9000 Sporttreibende. "Uns ist mittlerweile klar geworden, dass die dreifach teilbare Zweifeldhalle die am ehesten realisierbare Hallenform ist, die die nachgewiesenen Bedürfnisse auch decken würde. Von den Politikern hätten wir uns jetzt, nachdem vier Jahre vergangen sind, einen eindeutigen Beschluss gewünscht, dass die Realisierung dieses Modells nun mit aller Macht vorangetrieben wird."