Auf den Spuren Konrad Adenauers

Digitale Schnitzeljagd durch Bad Honnef

64 Jungen und Mädchen der Konrad-Adenauer-Schule machten sich während ihrer Projektwoche auf eine digitale Schnitzeljagd.

64 Jungen und Mädchen der Konrad-Adenauer-Schule machten sich während ihrer Projektwoche auf eine digitale Schnitzeljagd.

Bad Honnef. Bei einem interaktiven Lernparcours erforschen die Schüler der Konrad-Adenauer-Schule das Leben und Wirken des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer.

Vermutlich hätte Konrad Adenauer zwischendurch Charles de Gaulle mal eine SMS geschickt, hätte er bereits über ein Handy verfügt. Und vielleicht hätte er ihm am Tablet auch persönlich eine E-Mail geschrieben, so experimentierfreudig und der Technik gegenüber aufgeschlossen wie der erste Kanzler der Bundesrepublik war. Die Mädchen und Jungen der Konrad-Adenauer-Schule lernten den Namenspatron ihrer Schule nun noch besser kennen – mithilfe der modernen technischen Möglichkeiten.

Thema der Projektwoche war diesmal Konrad Adenauer – schließlich wurde in diesem Jahr seines 50. Todestages gedacht. Auch eine digitale Schnitzeljagd fand statt. Die Schule hatte sieben Tablets angeschafft, mit denen die insgesamt 64 Schüler in Teams aufgeteilt arbeiteten.

Lehrerin Stephanie Paschold hatte mit der kostenlosen Bildungs-App „Biparcours“ in Zusammenarbeit mit Claudia Waibel von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus die Schnitzeljagd erarbeitet. Gemeinsam brachten sie Inhalte in die Apps. „Unser Ziel war es, den Jugendlichen Konrad Adenauer als Mensch näherzubringen.“

Schüler zeigen sich begeistert

Die Schüler mussten auf ihrem Parcours Aufgaben lösen. So führte die App sie in die Rhöndorfer Pfarrkirche, wo Adenauer die Sonntagsmessen besuchte. Die neue Ausstellung der Stiftung war zu durchstreifen. Die Jungen und Mädchen nahmen Fotos auf, drehten kleine Filme und sollten auch Menschen befragen. Für Interviews stand zum Beispiel Schulsozialarbeiterin Bettina Stienen zur Verfügung, die etwas über Adenauers Liebe zu Rosen berichten konnte.

Auch Unkel, wo Adenauer während der NS-Zeit vorübergehend gelebt hatte, war ein Ziel der Projektteilnehmer. Die Schüler schufen Adenauer-Porträts und formten Rosen aus Gips. Sie sammelten Sprüche des „Alten“. Und mit Lehrerin Sibille Langer rührten sie einen Nuss- und Präsidentenkuchen an – Lieblingsrezepte Adenauers. Diese Kuchen gab es dann beim gemeinsamen Frühstück auf dem Schulhof, wo auch Ergebnisse dieser aufregenden Woche präsentiert wurden.

Die Schüler waren begeistert. Katharina und Tamina aus der Klasse 9 sowie Maurice und Jeraume aus der achten Klasse hatte es besonders gut im Adenauer-Haus gefallen. „Es hat viel Spaß gemacht, mit dem Tablet zu arbeiten. Wir haben Konrad Adenauer viel besser kennengelernt.“