Benefiz-Gala in Bad Honnef

Charity-Champions rocken das Kurhaus

BAD HONNEF. 30.000 Euro sind bei der großen Gala „Benefits for Kids – kölsche Tön für die Kinder der Welt“ der Aktion Weltkinderhilfe zusammengekommen. „The Queen Kings“ und „De Köbesse“ begeisterten dabei im Honnefer Kursaal.

Das Stück „We are the Champions!“ spielte die Gruppe „The Queen Kings“ auf der Bühne. Und die rund 500 Besucher im Kursaal stimmten begeistert in den Hit ein. Womit sie genau richtig lagen – die Honnefer stellten bei der neunten Charity-Gala „Benefits for Kids – kölsche Tön für die Kinder der Welt“ erneut unter Beweis, dass sie ein großes Herz für Kinder haben und quasi die Champions sind, wenn es um Hilfeleistung geht – die Charity-Champions.

Ihr Eintritt sowie zusätzliche Spenden in Höhe von insgesamt rund 30 000 Euro fließen zu 100 Prozent in die Projektarbeit der Aktion Weltkinderhilfe, da wiederum zahlreiche Sponsoren, vorwiegend Honnefer Geschäftsleute, das Bühnenprogramm finanzierten und ebenfalls mit Party machten. Auch dabei Franz-Ludwig Solzbacher, der vor elf Jahren diese Stiftung gründete.

Bevor die renommierte Kölner Queen-Tribute-Band richtig loslegte und den Kursaal rockte, erinnerte Moderator Thomas Heyer an den 70. Geburtstag von Freddy Mercury, den Gründer des Originals. Sänger Mirko Bäumer, der an diesem Abend mit seiner Stimme nicht nur Queen-Fans begeisterte, wird sicher bald wieder im Kursaal auftreten – ab 2017 ist er Sänger bei den „Bläck Fööss“.

Ernster wurde es, als Gudula Meisterjahn-Knebel, Vorstand des Vereins, im Interview mit Thomas Heyer über die Aktivitäten der Stiftung berichtete. Der Rhöndorfer fragte nach dem schönsten Geschenk. Und die Schulleiterin von Schloss Hagerhof nannte die mehr als 5000 Dauerspender. Was sie besonders berührt habe, wollte Moderator Heyer ebenfalls wissen. „Das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen, aber das ist ein ganz anderes Thema.“

Seit 2005 unterstützte die Aktion Weltkinderhilfe Projekte für Kinder und Familien mit einer Gesamtsumme von etwa 1,3 Millionen Euro. Waren es anfangs circa 50 000 Euro, die pro Jahr ausgeschüttet werden konnten, handelt es sich heute um den vierfachen Betrag. Auch die Flüchtlingshilfe in Bad Honnef profitierte bereits. Die Sri-Lanka-Hilfe oder die Guatemala-Hilfe aus Honnef sind Empfänger. Stetig gefördert wird auch das Ausbildungszentrum in Burkina Faso. „Uns kommt es auf Nachhaltigkeit an“, sagte Meisterjahn-Knebel. Schon bald werde Afrika an der Spitze der Geburtenzahlen stehen. Für ein Projekt in Uganda gab es dann einen Scheck in Höhe von 17 000 Euro – und zwar für „Hand in Hand for a better life“ des Vereins „Father Charles Convention“. Eine Gruppe von zwölf Honnefer Mitstreitern um Projektleiter Peter Hurrelmann hat sich seit 2007 zur Aufgabe gemacht, das kleine Dorf Kasambya mit 600 Bewohnern aus der Armut in die ökonomische Unabhängigkeit zu begleiten. Und Anfang 2017 wird die neue Schule eingeweiht, wofür die Spende gedacht ist. Zur Truppe gehört auch John-Paul Jjumba, der Hausgeistliche am KSI, der das Projekt seines Vorgängers Father Charles beratend begleitet. Er gab den Besuchern gleich noch ein bisschen Sprachunterricht „Bassebo ne Bannyabo – Guten Tag, meine Herren und Damen!“

Die kölschen Tön indes steuerten die Cheerleader des 1. FC Köln bei mit schnappatmungstauglichen akrobatischen Tänzen. Am Schluss rollten sie eine Riesenfahne ihres Clubs aus – das ging FC-Fans ans Herz. Und die Band „De Köbesse“ setzte den Schlusspunkt unter ein tolles Programm. Derweil hielten die Hagerhof-Schüler Sinan Rohskothen und David Schaal im Foyer die Stellung – dort konnte weiter gespendet werden.