Postareal in Bad Honnef

Baubeginn rückt in greifbare Nähe

Auf dem Gelände der jetzigen Post könnten 2015 die Bagger rollen. FOTO: FRANK HOMANN

Auf dem Gelände der jetzigen Post könnten 2015 die Bagger rollen.

BAD HONNEF. Nach sechs Jahren kommt Bewegung in die Pläne für das Post-Gelände in Bad Honnef. Die Bellevue Rhöndorf GmbH & Co KG, die schon das ehemalige Rheinhotel Bellevue in Wohnungen umgebaut hatte, plant auf dem Areal ein neues Wohn- und Geschäftshaus.

Die Sache hat eine Vorgeschichte von mehr als sechs Jahren. So lange schon steht das Post-Gebäude für Neuplanungen im Fokus. Der Besitzer wechselte, Pläne wurden geändert. Jetzt zeichnet sich Bewegung ab. "Wir sind zu einem feststehenden Ergebnis gekommen", bestätigte Investor Lutz Kelle gestern dem GA. Auch laut Stadtverwaltung ist "der Planungsstand so weit gediehen, dass die Einreichung eines Bauantrages vorbereitet werden kann". Kommende Woche wird über Details zunächst der städtische Bauausschuss in Kenntnis gesetzt. Am Mittwoch, 10. Dezember, ab 12 Uhr informieren Verwaltung, Investoren und Architekt die Öffentlichkeit über das Projekt. Geht es nach Kelle, können 2015 die Bagger rollen.

Wie mehrfach berichtet, plant die Bellevue Rhöndorf GmbH & Co KG, die schon das ehemalige Rheinhotel Bellevue in Wohnungen umgebaut hatte, auf dem Postareal ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Eine Hürde ist laut Kelle noch zu nehmen: Die Ballettschule habe eine langfristige Mietoption, suche aber ein neues Quartier. Kelle baut darauf, dass dieses gefunden wird: "Wir sind bereit, ganz praktisch zu helfen, wenn ein Standort gefunden ist - damit es an der Post endlich losgehen kann."

Nicht geändert hat sich die grundsätzliche Planung für das Post-Areal: Herzstück des Neubaus werde ein Supermarkt sein. Laut Kelle steht das Unternehmen Kaiser's, das bisher an der Ecke zur Fußgängerzone einen weit kleineren Laden hat, als Betreiber in Warteposition. Auch soll es wieder eine Ladenzeile geben. Um diese zusätzlich zu beleben, sollen die Post samt Schließfächern und die Postbank an die Bahnhofstraße verlegt werden. "Das belebt dort zusätzlich", so Kelle. Darüber hinaus sind Büros und weiteres Gewerbe vorgesehen. Auf zwei Tiefgaragenebenen sollen an die 170 Parkplätze entstehen. Die Anfahrt soll im Wesentlichen über die Bahnhofstraße, die Ausfahrt über den Saynschen Hof erfolgen.

Ein Problem bei der Planung war: Es musste ein neuer Standort für die Paketpost gefunden werden. Auch hier ergab sich laut Kelle noch eine Änderung: Statt in den Honnefer Süden ziehe die Paketpost nun wahrscheinlich ins benachbarte Rheinbreitbach. "Wir sind hier im Gespräch und es sieht gut aus", sagte Kelle gestern.

Auswirken wird sich der Bau auf die gesamte Innenstadt, und das nicht erst nach seiner Fertigstellung. Entsprechend geht es kommende Woche auch um die zeitlichen Abläufe bei Abriss und Neubau. Das neue Gebäude wird sich auch auf den heutigen Parkplatz erstrecken.

Laut Verwaltung wurden dem Bauherrn sogenannte Befreiungen von den Bebauungsplan-Festsetzungen in Aussicht gestellt. Hierbei gehe es um "geringfügige Überschreitungen von einzelnen Baugrenzen". Auch die Zahl der Wohnungen ist gestiegen.

Der Bauausschuss tagt am Dienstag, 9. Dezember, ab 18 Uhr im Ratssaal. Am Mittwoch, 10. Dezember, 12 Uhr, wird das Projekt im Ratssaal öffentlich vorgestellt.