Heimatstube sucht einen Namen

Bürgerverein Rhöndorf präsentiert Rebpaten den Jahrgangswein 2011

RHÖNDORF. "Zum Wohle!" Mit dem "Rheinischen Cuvée" des Jahrgangs 2011 stieß Jörg Erich Haselier, der Vorsitzende des Bürger- und Ortsvereins, mit den "Rebpaten der ersten Stunde" an. Sie erhoben das Glas auf den Lehrweinberg "Ulaneneck" und die Arbeit der Helfer im Weinberg.

Damit sämtliche 90 Stifter der Reben das Geschmackserlebnis zu Hause "nachkosten" können, erhielt jeder Pate eine Flasche als Präsent. Auch die Bad Honnefer Bürgermeisterin Wally Feiden war als Rebpatin dabei, als im Jahr 2008 der Verein den ersten Abschnitt anlegte und mit Weinstöcken verschiedener Sorten bepflanzte. Die Stadtchefin bedankte sich für das Engagement der Rhöndorfer. "Hier gibt es viele kreative Köpfe. Ihre Aktivitäten sind super."

Peter Profittlich meinte: "Wir waren überwältigt, wie schnell die Patenschaften vergeben waren. Das hat uns Mut gemacht für ein weiteres Projekt." Und damit meinte der Rhöndorfer Bäcker- und Konditormeister die Einrichtung einer Heimatstube. "Vielen Dank, dass der Bürger- und Ortsverein die Trägerschaft übernommen hat."

Etliche Mitglieder spendeten spontan Monatsmieten für das Haus an der Ecke Löwenburger/Konrad-Adenauer-Straße, in dem auch der Wein vom eigenen Wingert probiert wurde, Profittlich Gebäck auftragen ließ und später Rhöndorfer Geschichte präsentiert werden soll. Auch diese Spender erhielten selbstredend jeweils ein Fläschchen vom Cuvée.

Wer beim Rhöndorfer Museum mitmachen will, ob bei handwerklichen Arbeiten in dem Gebäude, das zu einer Kfz-Werkstatt gehörte, oder bei der inhaltlichen Gestaltung, kann sich bei Peter Profittlich oder Alfred Höhler melden. "Wir suchen aber auch noch einen Namen. Museum ist zu hochgegriffen, Heimatstube trifft es auch nicht", meinte Profittlich. "Vielleicht können wir ja einen Namens-Wettbewerb ausrichten."

Jedenfalls schmückte bei der Verkostung schon ein erstes großes Foto die Wand in der künftigen Rhöndorfer Geschichts-Werkstatt: eine Aufnahme von den Weinbergen noch vor der Flurbereinigung. Schriftführerin Ursula Kaufmann-Bühler hat es gestiftet. "Die Aufnahme hing schon in der Deutschen Botschaft in Schweden." Momentan ist das große Ladenfenster des künftigen Geschichts-Ecks mit einer riesigen Honnef-Luftaufnahme Blickfang.