36 lokale und regionale Unternehmen

Azubis organisieren Ausbildungsbörse in Bad Honnef

Die Azubis der Stadt Bad Honnef bereiten die Ausbildungsbörse vor (v.l.): Björn Stang, Timo Dreikhausen, Karolina Brakowski, Kerstin Thoma, Bastian Siebertz, Roman Fabian Konzen und Arlind Shoshi.

Die Azubis der Stadt Bad Honnef bereiten die Ausbildungsbörse vor (v.l.): Björn Stang, Timo Dreikhausen, Karolina Brakowski, Kerstin Thoma, Bastian Siebertz, Roman Fabian Konzen und Arlind Shoshi.

Bad Honnef. Bei der Ausbildungsbörse im Honnefer Rathaus am kommenden Dienstag stellen sich 36 Unternehmen vor, rund 600 Schüler werden erwartet. Für die Azubis, die die Börse organisieren, ist es ein besonderes Projekt.

Kontakte knüpfen, Praktika und vielleicht sogar einen potenziellen Ausbildungsplatz ergattern: Rund 600 Schülerinnen und Schüler werden am Dienstag im Bad Honnefer Rathaus zur Ausbildungsbörse erwartet. Sie haben dort die Möglichkeit, mit 36 lokalen und regionalen Unternehmen in Kontakt zu kommen. Bereits zum zweiten Mal organisieren die Auszubildenden der Stadt Bad Honnef das Event und möchten dabei einerseits Unternehmen unterstützen, mit Bewerbern ins Gespräch zu kommen und andererseits die Schüler unterstützen.

„Das Thema ist mir ein großes Anliegen“, betonte Ausbildungsleiterin Sigrid Hofmans. „Der Fachkräftemangel ist ein ernstzunehmendes Problem und es lohnt sich immer, in die Zukunft zu investieren.“ Im Rahmen eines Projekts nahmen sich neun Azubis und ein Umschüler der Organisation der Börse an. „Die Vorbereitungen haben eigentlich direkt nach der letzten Ausbildungsbörse wieder begonnen“, erzählte der 25-jährige Bastian Siebertz, der sich gerade im zweiten Ausbildungsjahr befindet.

Er hofft auf eine ähnlich gute Resonanz wie im vergangenen Jahr: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen und es wäre toll, wenn es dieses Mal genauso gut oder noch besser klappt.“

2016 kamen 500 Schüler

Projektpate und Stadtjugendpfleger Frank Brehm unterstützte die Gruppe und sorgte für die Kontakte zu den Schulen und Firmen. „Ich möchte wirklich betonen, mit welch großem Engagement die Auszubildenden dieses Projekt angegangen sind“, sagte er. Gemeinsam mit dem Stadtjugendring wurde ein Bad Honnefer Ausbildungsatlas herausgegeben, der sowohl einen Überblick über die vertretenen Unternehmen wie auch Anleitungen für konkrete Fragen bietet. Finanziell unterstützt wurde der Atlas von der Stadtsparkasse Bad Honnef. Die Firma Wirtgen hilft wiederum beim Catering auf der Börse.

2016 besuchten rund 500 Schüler die Börse und trafen dort auf etwa 32 Unternehmen. Viel größer soll die Ausbildungsbörse allerdings in den kommenden Jahren nicht werden: „Wir möchten mehr Klasse als Masse“, so Hofman. Und Brehm ergänzte: „Außerdem können wir so ermöglichen, dass die Azubis die Bewerber im Gespräch als Ansprechpartner unterstützen können.“ Gerade die möglichst große Anzahl ortsansässiger Betriebe mache die Börse aus: „Mit Firmen aus Bad Honnef für Bad Honnefer“, fasste es Siebertz zusammen.

Natürlich seien ebenfalls Betriebe wie die Stadtwerke Bonn vertreten, aber auf den 38 Seiten des Ausbildungsatlas finden sich zum Großteil Praktikums- und Ausbildungsplätze Bad Honnefer Unternehmen. Vom Praktikum beim Rechtsanwalt, einer Ausbildung als Kauffrau oder -mann im Einzelhandel – alle vorstellbaren Wege nach der Schullaufbahn werden aufgezeigt. Jugendliche, die eine akademische Ausbildung anstreben, finden ebenfalls interessante Gesprächspartner. Auch bei der Stadt selbst kann man sich bewerben.

Azubis werden zu einer richtigen Gemeinschaft

Ein weiterer netter Nebeneffekt sei für die städtischen Auszubildenden gewesen, dass sie als Team weiter zusammengewachsen seien. „Durch das ganzjährige Projekt hatten wir kontinuierlichen Kontakt untereinander und sind eine richtige Gemeinschaft geworden“, so Siebertz und Kerstin Thoma. Schließlich haben sie gemeinsam mehrere Hundert Stunden Arbeit in die Vorbereitung investiert.

Vom Ansprechen der Schüler und Unternehmen, dem Catering und die Planung der Stände – gemeinsam haben die Azubis das Projekt gestemmt. „Wichtig war uns ebenfalls, eine inklusive Veranstaltung anbieten zu können“, sagte Brehm. So werden am Dienstag ebenfalls 50 Schülerinnen und Schüler des Nell-Breuning Berufskollegs erwartet. Das Projekt läuft innerhalb der Bad Honnefer Dachmarke und soll laut Angaben der Stadt in den kommenden Jahren als regelmäßige Veranstaltung etabliert werden.

Wer noch nicht genau weiß, wie er sich künftigen Arbeitnehmern präsentieren soll, dem ist ein Blick in den kostenfreien Ausbildungsatlas anzuraten: Die Broschüre, die Infos über verschiedene Ausbildungen, Bewerbungsvoraussetzungen und Ansprechpartner gibt, liegt unter anderem im Rathaus aus und ist online auf den Seiten des Stadtjugendrings abzurufen.

Die Ausbildungsbörse findet am Dienstag, 26. September, von 9 bis 14 Uhr im Rathaus Bad Honnef statt.