So gesehen

Autos parken Siebengebirge zu

Karosse unter Naturschutz: Am Eingang zum Annatal macht es diesen Anschein.

Karosse unter Naturschutz: Am Eingang zum Annatal macht es diesen Anschein.

Siebengebirge. Waldwege voller Autos kennt man im Siebengebirge. Ob die Karossen dort bald unter Naturschutz stehen, fragt sich mit einem Augenzwinkern GA-Redakteurin Claudia Sülzen.

Zugegeben: Das Schild, das am Eingang des Annatals auf den Naturschutz hinweist, könnte eine kleine Politur vertragen. Die Witterung hat vor allem dem Textteil zugesetzt. Dass bekannt sein sollte, wie Mensch die Natur – auch hier und nicht nur in fernen Nationalparken – zu schützen hat? Geschenkt. Dass sich die wenigsten Zeitgenossen daran halten? Ebenfalls. Das gehört zu den Alltäglichkeiten im Siebengebirge.

Nicht ganz neu ist auch die Erkenntnis, dass Mensch zwar einerseits die Natur zur Erbauung schätzt und gerne in ihr spazieren geht, er andererseits aber am liebsten nicht zu Fuß, sondern motorisiert in den Forst gelangt. Nun mag es im Einzelfall sehr nachvollziehbare Gründe geben, warum ein Wagen trotz Durchfahrtsverbots am Waldrand steht. Allerdings parkten am Wochenende, da perfektes Wanderwetter viele Menschen ins Siebengebirge lockte, zuweilen gleich mehrere Autos hintereinander außerhalb der Bebauung am Ende der Bondorfer Straße im Engpass.

Gut, wenn dann kein Wanderer stürzt und ein Rettungsdienst durchmuss. Vielleicht dachten sich die Wagenhalter ja auch, dass es Zeit wird, ihre Autos unter Schutz zu stellen. Karosse unter Naturschutz: Dann stimmt's ja fast wieder mit dem Schild.