Baustellenärger

Auch Busse stehen in Bad Honnef im Stau

Kanalbauarbeiten sorgen immer für Verkehrsbehinderungen. Noch bis zum Jahresende besteht die Baustelle auf der Hauptstraße in Bad Honnef

Kanalbauarbeiten sorgen immer für Verkehrsbehinderungen. Noch bis zum Jahresende besteht die Baustelle auf der Hauptstraße in Bad Honnef

Bad Honnef. Die Kanalerneuerung in der Hauptstraße kostet nicht nur Autofahrer Nerven, die im Stau stehen. Im Busverkehr sorgt sie für Verspätungen und Stress bei Fahrgästen und Fahrern.

Was die Kanalbaustelle auf der Hauptstraße angeht, werden Autofahrer noch lange Geduld aufbringen müssen. Bad Honnefer Hauptstraße wird halbseitig gesperrt, wird in Höhe des Reitersdorfer Parks der Kanal von 1966 erneuert. Und das wird laut Stadt noch bis Ende des Jahres dauern. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt und einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.

Nicht nur im Berufsverkehr bilden sich lange Staus. Die Stadt teilte zusätzlich mit, dass sie die Durchfahrtsgeschwindigkeit ab sofort von 30 auf zehn Stundenkilometer reduziert. Sie komme einer Bitte der Berufsgenossenschaft nach, die sich angesichts der Enge im Baustellenbereich um die Sicherheit der Arbeiter gesorgt habe.

Was die Staus angeht, appelliert die Stadt, wenn möglich über die B 42 auszuweichen und nicht über innerörtliche Straßen wie den Frankenweg.

Keine Option ist die B42 für die Fahrer der Buslinie 566 zwischen Rhöndorf und Honnef-Süd. GA-Leser klagen über häufige Verspätungen. Teils seien Busse direkt zur Pausenbucht in der Nähe des Hit-Marktes gefahren, statt Fahrgäste an der Berck-sur-Mer-Straße aufzunehmen.

Frank Wiedemann, Betriebsleiter der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG), sagte auf GA-Anfrage, so etwas könne „im Einzelfall“ passieren – wenn der Busfahrer eben verkehrsbedingt den Fahrplan absolut nicht mehr halten könne, der nächste planmäßige Bus bereits auf dem Weg sei und der Fahrer zudem seine gesetzliche Pausenzeit einhalten müsse.

Gehäuft hätten sich die Verspätungsmeldungen von Kunden aber nicht. Nachvollziehbar sei, dass die Baustelle auf der Hauptstraße großen Anteil am Zeitdruck für die Fahrer der Linie 566 habe. „Die macht auch uns Sorgen. Aber wenn es mit dem Verkehr zu tun hat, kann man da halt nicht viel tun.“