Siegfriedfelsen im Siebengebirge

Arbeiten für den Sicherheitszaun begonnen

SIEBENGEBIRGE. Bei bestem Wetter haben die ersten Arbeiten für die Felssicherungsmaßnahmen am Siegfriedfelsen begonnen. Sehr zur Freude von Winzer Felix Pieper, der mit der Kamera unterwegs war und alles fürs Familienalbum festhielt.

Im Bereich westlich des Felsens wurde das spätere Baufeld für den Zaun vom Mitarbeitern einer Aegidienberger Firma von Gehölzen freigeschnitten. Zuvor war das Unterholz nach Nestern von möglicherweise noch brütenden Vögeln und anderen geschützten Tieren abgesucht worden. Schließlich befinden sich die Baufelder teilweise im Naturschutzgebiet Siebengebirge.

Am Montag sollen die ersten von rund 1000 Bohrlöchern für den Sicherheitszaun gesetzt werden. An welcher Stelle mit dem Bau des insgesamt 650 Meter langen Zauns begonnen werden wird, wird am Freitag bei einem Abstimmungstermin festgelegt. Mit der Felssicherungsmaßnahme wurde eine Dresdner Firma beauftragt. Die Auftragssumme liegt bei rund 650.000 Euro. Für die Gesamtmaßnahme wurden 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die Kosten teilen sich das Land NRW, die NRW-Stiftung, der Rhein-Sieg-Kreis und die Städte Königswinter und Bad Honnef. Der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) als Eigentümer des Siegfriedfelsens trägt die Kosten der Felssicherungsmaßnahmen auf seinem Gelände.

Die Unterhaltung des Zauns übernehmen die Winzer Pieper und Broel.

Patrick Leopold von der Firma Grontmij, die für die landschaftsökologische Bauüberwachung zuständig ist, kämpfte sich gestern auf der Suche nach in Deutschland seltener gewordenen Haselmäusen durch das dichte Gestrüpp oberhalb des Weinbergwegs. "Die faustgroßen Nester befinden sich oft in Schlehen oder Brombeersträuchern", erklärte er. Seine Suche blieb allerdings ergebnislos. "Wenn wir aber Haselmäuse finden, werden sie in speziellen Kästen aufgenommen und unterhalb der Drachenburg im Wald ausgesetzt", so Leopold. Bei der Rodung bleiben die alten Bäume und auch das Totholz unangetastet, das junge Holz und die Büsche müssen weichen, wenn es für den Zaunbau erforderlich ist.

In der ersten oder zweiten Septemberwoche soll die Lese der frühreifen Sorten beginnen, wie Felix Pieper berichtete. "Die gesperrten Bereiche haben hingegen noch etwas Zeit", so der Winzer. Hier hänge die Lese auch vom Wetter ab, wobei der Winzer die Hoffnung auf einen goldenen Herbst noch nicht aufgegeben hat.