100-jähriges Jubiläum in Bad Honnef

1000 Ehemalige feiern das Siebengebirgsgymnasium

Kaum ein Platz bleibt frei vor der Bühne beim Ehemaligenfest am Siebengebirgsgymnasium.

Kaum ein Platz bleibt frei vor der Bühne beim Ehemaligenfest am Siebengebirgsgymnasium.

BAD HONNEF. Das Ehemaligenfest am Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef hat alle Erwartungen getoppt. Auf dem Pausenhof erlebte auch der neue "Sibi"-Film seine Premiere.

Es war ein regelrechter Ansturm. Sibi-Schulleiter Joachim Nowak hätte nie mit einer solch großen Zahl von Besuchern beim Ehemaligen-Fest des Siebengebirgsgymnasiums gerechnet. Um die 1000 einstige Schüler und Lehrer waren dabei, bevölkerten den Pausenhof, ließen sich durch das Gebäude führen oder erlebten die Premiere des neuen Sibi-Films der beiden Sibi-Gewächse Jaco und Marvin Beydemüller.

Nowak dankte Cheforganisator Norbert Walkembach, der als einstiger Schüler und Sibi-Lehrer-Neupensionär das hundertjährige Jubiläum der Schule ein ganzes Jahr ins rechte Licht rückt. Über die Früchte einer Aktion des Jubeljahres konnten sich Klaus und Uta Weckbecker freuen, die den Erlös aus dem Verkauf des eigens von der Bäckerei Welsch kreierten Sibi-Brots in Empfang nahmen – der Scheck in Höhe von 1070 Euro geht an die Ecole de la Médaille Miraculeuse auf Haiti, die von 300 Kindern aus den Slums besucht wird.

1070 Euro Erlös aus dem Verkauf des "Sibi"-Brotes

„Das Geld wird in einen Backofen der Schule investiert“, so Professor Weckbecker. Ein Thema, das künftig Eingang in den Unterricht am Sibi finden soll. Noch eine Übergabe: Künstlerin Ulrike Hansen schenkte ihrer früheren Schule, an der ihr Vater unterrichtete und auch ihre drei Geschwister Abitur machten, ein großformatiges Eitempera-Bild mit Siebengebirgsansicht. Hansen: „Das passt doch zum Sibi.“

Zum Festprogramm gehörte auch ein Volleyballturnier unter Leitung von Thomas Korthaus. Für musikalische Abwechslung sorgten Julius Pritzkow aus der 6 d am Piano, Gitarrist Lukas Reindl aus der Q1 mit den Sängerinnen Jessica und Jacqueline Jostes, später am Abend die ehemaligen Schüler Johannes Peikert und Jürgen Müller sowie die Band „Out of Time“ mit dem einstigen Lehrer Konrad Sangenstedt und Joachim Mentzel und Rüdiger Freudenreich.

"Sibi"-Schreibgeräte als Geschenk an die Ehemaligen

Die Freude über das Wiedersehen war den Ehemaligen ins Gesicht geschrieben. Manche hatten sich lange aus den Augen verloren, andere führen regelmäßige Klassentreffen durch. Alle Jubiläumsjahrgänge erhielten die neuen schicken Sibi-Schreibgeräte als Geschenk.

Auch die Ehemaligen des Jahrgangs 1958/59 waren auf der Bühne. Der Jahrgang 1953 mit Sibi-Legende Willi Birenfeld an der Spitze begibt sich seit dem 40. Abi-Jubiläum jedes Jahr für drei Tage auf Reisen.

Alfred Damian, der 1951 Abi machte, vertrat seinen Jahrgang. Den fünf anderen noch lebenden Kameraden war das Fest zu anstrengend. Das Besondere: Seit 1952 organisieren die „51er“ jedes Jahr ein Klassentreffen, später zusätzlich Wanderungen, um auf die „100“ Begegnungen zu kommen. „Und die Beerdigungen haben wir auch dazu gezählt.“

Am weitesten zurück von allen Teilnehmern liegt das Abitur von Franz-Georg Weckbecker, der 1949 das Sibi verließ. Der bekannte Honnefer Mediziner war der einzige seines Jahrgangs. An dem Abend wurde viel in dem Jubiläumsbuch geblättert. Künftig gibt es die Sibi-News für alle per Mail. Die große Sibi-Familie rückt eben noch enger zusammen nach diesem Jahrhundert-Ereignis.