SPD-Kandidat gewinnt Stichwahl: Lehmann ist neuer Bürgermeister in Windeck | GA-Bonn

SPD-Kandidat gewinnt Stichwahl

Lehmann ist neuer Bürgermeister in Windeck

WINDECK.  Windeck hat einen neuen Bürgermeister: Hans-Christian Lehmann. Der 51-jährige SPD-Kandidat konnte sich am Sonntag in der Stichwahl gegen Andrea Thiel (CDU) durchsetzen. Auf ihn entfielen 53,2 Prozent der Stimmen, seine Gegenkandidatin erhielt 46,8 Prozent.
Wechselt den Schreibtisch: Hans-Christian Lehmann, Technischer Beigeordneter in Troisdorf, wird Bürgermeister in Windeck.
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Wechselt den Schreibtisch: Hans-Christian Lehmann, Technischer Beigeordneter in Troisdorf, wird Bürgermeister in Windeck. Foto: ga

Zwischen den beiden hatte es bei der ersten Runde vor zwei Wochen, bei der noch Vertreter der Linken und der rechtsgerichteten "Volksabstimmung" auf dem Wahlzettel standen, ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben. Nur knapp verfehlte der SPD-Mann damals die absolute Mehrheit.

Seitdem hat Lehmann, bislang Technischer Beigeordneter der Stadt Troisdorf, noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt. In der ländlichen Gemeinde im östlichen Rhein-Sieg-Kreis zog er von Haus zu Haus, auch in entlegenen Orten. Die Kommune an der oberen Sieg hat eine Fläche von 107 Quadratkilometern.

"Ich war jeden Tag sechs Stunden im Einsatz, habe an jeder Tür geklingelt - mehr Wahlkampf kann man nicht machen", sagte Lehmann dem GA. Seine Gegenkandidatin von der CDU, Andrea Thiel, konnte unterdessen ihren Heimvorteil nicht nutzen.

In Windeck aufgewachsen, ist die 50-Jährige seit 2009 Beigeordnete der Gemeinde - wo sie künftig mit ihrem Konkurrenten ums Bürgermeisteramt zusammenarbeiten wird. Thiel war über Jahrzehnte bei der Kreisverwaltung in Siegburg, zuletzt als Abteilungsleiterin.

Die Neuwahl war nötig geworden, weil Bürgermeister Jürgen Funke (SPD) - klarer Sieger bei der Kommunalwahl 2009 - in die freie Wirtschaft wechselte. Er war insgesamt acht Jahre lang im Amt. 16 215 Bürger waren gestern zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei 42,1 Prozent. Damit war sie nur wenig besser als bei der ersten Runde, als die Beteiligung knapp unter 40 Prozent blieb.

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