Internet im ersten Siegburger Ortsteil

Die Zange surft jetzt schneller

SIEGBURG.  Gleichzeitig fernsehen, telefonieren und im Internet surfen war bisher im Siegburger Stadtteil Zange so nicht möglich. Ab sofort ist das neue Hochleistungs-Breitbandnetz in Betrieb.
Zufrieden mit dem schnellen Internet auf der Zange: Hans Konle, Franz Huhn und Ingo Nebel. Foto: Zierden

Zum Startschuss trafen sich Bürgermeister Franz Huhn und Ingo Nebel von den Stadtbetrieben Siegburg AöR gestern mit Netcologne-Geschäftsführer Hans Konle im Siegburger Rathaus. Das gemeinsame Projekt dient zum Ausbau des FTTC-Glasfasernetzes (fibre to the curb) und bedient rund 1300 Anschlüsse mit Gewerbetreibenden sowie Privathaushalten.

Diese Mischung sei ein Grund für die Auswahl der ersten Kachel, wie Netcologne das Gebiet nennt. Der Ortsteil Zange sei ein Ausnahmefall, der aber für lange Zeit eine sichere Breitbandstruktur haben werde, so Konle. "Wir überlegen noch, welche Kachel als nächste drankommt", sagt Bürgermeister Franz Huhn.

Denkbar wären beispielsweise Ortsteile, die weiter ländlich liegen, wie Kaldauen oder Braschoß. Netcologne zählt dabei auf die Unterstützung der Stadt. Die Stadtbetriebe kooperieren seit November 2011 mit dem Kölner Netzbetreiber. Vor fünf Monaten erfolgte die Verlegung der Glasfaserleitung neben den vorhandenen Kupferleitungen zwischen dem Versorgungsnetz und den Kabelverzweigungs-Schränken in den Straßen auf der Zange.

Rund 360.000 Euro wurden in den Netzausbau investiert. Die Bürger und Unternehmen, die bisher lediglich rund sechs MBit/s nutzen konnten, profitieren jetzt von Internetprodukten mit Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s. Hans Konle schätzt die Mehrkosten auf rund fünf Euro im Jahr. Allerdings sei niemand zur Nutzung verpflichtet. Informationen erhalten die Bürger von Netcologne in den kommenden Wochen.

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