Gericht: Auch 14 Zeugen bringen noch kein Licht ins Dunkel | GA-Bonn

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Auch 14 Zeugen bringen noch kein Licht ins Dunkel

SIEGBURG.  Prozess um Fleischerhammer-Attacke geht in die nächste Runde. Lastwagenfahrer aus Lohmar soll 55-Jährigen nach Streit angegriffen haben.

Auch nach einer fast dreistündigen Sitzung am Dienstag und der Vernehmung von insgesamt 14 Zeugen gibt es im Prozess rund um die Attacke mit einem Fleischerhammer noch kein Urteil.

Angeklagt ist ein 47-Jähriger aus Lohmar, der einen 55-jährigen Bekannten bei einem Streit um gestohlene Schallplatten mit einem hölzernen Fleischerhammer und einem Cricketschläger geschlagen haben soll. Dabei soll der 55-Jährige einen Bruch des Jochbeins und des Arms erlitten haben. Ein Urteil ist nun für Mitte November geplant.

Es war ein Streit zwischen zwei Schallplattensammlern im August des vorigen Jahres, der das Amtsgericht Siegburg derzeit beschäftigt. Der 47-jährige Lkw-Fahrer aus Lohmar beschuldigte den Bekannten, Schallplatten aus seiner Sammlung entwendet zu haben.

Es kam dann in der Wohnung des Angeklagten zur Konfrontation, in dessen Verlauf das Opfer unvermittelt mit Hammer und Cricketschläger angegriffen worden sei. Neben den beiden Kontrahenten waren im Laufe des etwa dreistündigen Streits noch mehrere Freunde des Angeklagten im Haus, doch niemand will etwas von der Tat bemerkt haben.

Vielmehr sagten alle Zeugen aus, dass das vermeintliche Opfer das Haus wohlauf verlassen habe. Jedoch soll er nur kurze Zeit später bei seiner Ehefrau verletzt aufgetaucht sein. "Seine Verletzungen waren deutlich zu sehen", sagte sie am Dienstag. Der Angeklagte soll ihrem Mann zudem damals gedroht haben, ihr oder der Tochter etwas anzutun, sollte er eine Anzeige erhalten.

"Ich habe heute noch Angst um meine Tochter", betonte die Ehefrau des Opfers. Mitte November geht die Verhandlung in die nächste Runde.

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