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Sportplatz am Rhein-Sieg-Gymnasium
Bomben sind abtransportiert
wt
SANKT AUGUSTIN. Auf den ersten Blick könnte man meinen, ein Maulwurf habe auf dem einstigen ASV-Sportplatz ganze Arbeit geleistet. Ein Erdhügel reiht sich neben den anderen. Sie sind jedoch nicht auf die possierlichen Tierchen zurückzuführen, denn wenige Meter weiter versieht der Bagger des Kampfmittelräumdienstes seine Arbeit. Mit einem langen Greifarm bohrt er dünne Rohre in die Erde.
Sondierung: Der Kampfmittelräumdienst bei der Arbeit. Foto: Lehnberg
Im Auftrag der Bezirksregierung Düsseldorf suchen die Männer nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Dies geschieht routinemäßig bei Bebauungsplanänderungen. Diese sind notwendig, weil auf der Nachbarfläche vier Häuser für Studenten gebaut werden sollen. Der alte Sportplatz gehört ebenfalls zu diesem Bereich. "Wird ein Bebauungsplan neu aufgestellt, muss dort die Kampfmittelfreiheit geprüft werden", sagt Bernhard Hamacher, Sprecher der Bezirksregierung.
Anhand von archivierten Luftaufnahmen, kann festgestellt werden, wo früher Bomben oder Granaten gelandet sind. "Daraufhin startet der Kampfmittelräumdienst seine Suche", so Hamacher. Vier Verdachtspunkte gab es auf dem alten Sportplatz und nach zweiwöchiger Suche seien dort zwei Stabbrandbomben gefunden worden. Jeder Verdachtspunkt wird im Umkreis von zehn Quadratmetern mit rund 60 Einzelbohrungen untersucht.
Durch die Rohre wird dann ein Magnetometer geleitet, welches das Vorhandensein von Eisen feststellt. Wenn Eisen gefunden wurde, wird an der Stelle gegraben. Die beiden Stabbrandbomben seien jedoch ungefährlich gewesen und bereits abtransportiert. Sie werden zwischengelagert und dann in den Munitionszerlegebetrieb NRW in Hünxe transportiert wo sie verbrannt werden. Gefährlichere Kampfmittel wie Granaten werden in Hünxe zerlegt. Bis zum Wochenende werden die Kampfmittelräumer ihre Arbeit abschließen.
Pläne für eine Bebauung auf dem Sportplatz gebe es jedoch nicht, so Eva Stocksiefen, Sprecherin der Stadt.
Artikel vom 19.12.2012
Rhein-Sieg-Kreis
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